Dez 062010
 

… der ASEAG (und Rheinlandbus und TAETER Aachen)

Heute stand ich eine Dreiviertelstunde an einer Bushaltestelle und wartete auf einen Bus. Dann rief ich die Hotline der ASEAG an, um zu fragen, ob sich das warten noch lohnt und ob ggf. der Nachfolgebus noch kommen wird. Dort bat man mich kurz warten. Nach einer kurzen Wartezeit meldet sich mein Gesprächspartner wieder und teilt mir mit die zuständige Hotline sei im Moment besetzt. Er könne mir aber die Nummer geben, dann könne ich selber dort anrufen.

Ich rufe also selber dort an. Und höre die Ansage, die ASEAG habe neue Rufnummer und ich nutze eine alte. Also auf die Homepage geschaut. OK, das sein Unternehmen neue Nummern hatte, konnte der Mitarbeiter an der Hotline wirklich noch nicht wissen. Die neuen Nummern gibt es erst seit Juni 2009.

Also die neue Nummer gewählt. Nein, diese Linie bediene nicht die ASEAG. Da müsse ich mal bei Rheinlandbus Aachen anrufen. Immerhin gab man mir die Nummer.

Ich hatte beim Rheinlandbus Mitarbeiter ganz knapp die Chance mein Anliegen zu umreißen, da hing ich nach einem kurzem „Einen Moment bitte“ in einer Warteschleife, aus der ich nach ca. zwei Minuten warten mit einem Besetztzeichen rausgeworfen wurde. Bei meinem zweiten Versuch hatte ich einen anderen Mitarbeiter am Apparat, der sich natürlich nicht erklären konnte, warum ich aus der Leitung geflogen bin. Nachdem ich mein Anliegen offenbart hatte, offenbarte er mir wiederum, dass sie diese Linie gar nicht befahren würden, dafür sei Taeter Aachen zuständig.

Diesmal habe ich mir die Hotline selber rausgesucht und hatte auch schnell einen freundlichen Taeter Mitarbeiter am Telefon. Der versprach die Sache zu klären und mich schnell zurückzurufen.

Zwei Minuten später der Rückruf. Der Bus sei mit 20 Minuten Verspätung in Aachen angekommen. Da er unmittelbar vor meiner Haltestelle seinen Startpunkt hatte, konnte er dort noch keine Nennenswerte Verspätung haben. Ich habe Zeugen dafür, dass ich vier Minuten vor der Planmäßigen Abfahrt des Buses an meiner Haltestelle war. Genau zu der Zeit, an der ich an meiner Haltestelle ankam, hätte der Bus nach einer längeren Pause an der 2 km entfernten Haltestelle losfahren sollen.

Es ist mir ein Rätseln, wie es sein kann, dass der Bus(fahrer) an mir vorbei gefahren sein kann, ohne dass er mich und ohne dass ich ihn gesehen habe. Und ehe jemand kommt und irgendwas von schlechtem Wetter erzählt: das ist schon das zweite mal, dass der TAETER-Bus nicht kommt.

Interessant übrigens der Lösungsvorschlag des TAETER Mitarbeiters: Nach 20 Minuten Wartezeit an der Haltestelle (also 20 Minuten Verspätung des Busses) darf man sich ein Taxi rufen und TAETER die Rechnung schicken. Die zahlen dann. Aber maximal 20,- €. Und nur wenn die interne Prüfung ergibt, dass die Verspätung nicht auf Wetterverhältnisse, Unfälle oder andere Verkehrsbehinderungen, die das AVV-Mitglied nicht zu vertreten hat, zurückzuführen sind.

Andersherum: wenn ich mir ein Taxi rufe, weil der Bus nicht kommt, täte ich gut daran, vorher mal die komplette Strecke des Busses abzugehen, um zu schauen, ob der Bus theoretisch hätte kommen können. Und dann sichere ich am besten alle Beweise, die auf Verschulden der Gesellschaft hindeuten, falls die interne Prüfung am Ende doch rausfindet, dass irgendwo eine Baustelle war, die der Bus unmöglich überwinden konnte.

Edit: Heute hatte ich abermals ein Telefonat mit einer „Bushotline“. Die Mobilitätsgarantie ist doch etwas besser, als von mir (und dem TAETER-Mitarbeiter) dargestellt. Sie übernimmt NRW-weit Taxikosten bis 20,- €, wenn ein Bus mehr als 20 Minuten Verspätung hat und die Verspätung nicht auf Streik, Unwetter, Naturgewalten oder Bombendrohungen zurückzuführen ist. Und das Antragsformular wirkt relativ unbürokratisch. Nähere Infos dazu hier.

  Eine Antwort bis “Erfahrungen mit dem Kundendienst…”

  1. Das nehme ich mal zum Anlass, meine Erfahrungen mit dem ASEAG Support darzustellen:
    Ein Busfahrer hat die Tür zugemacht während ich durchging, so dass sie mich traf. Danach rief er ein paar unverständliche Brocken einer Sprache, die dem Deutschen entfernt ähnelte, nach hinten. Auf Nachfrage bestätigte er mir, dass das Schließen der Tür während ich eintreten wollte Absicht gewesen ist. Seinen Namen wollte er mir aber nicht verraten. Anschließend zündete er sich dann im Bus eine Zigarette an.
    Den Sachverhalt habe ich per Email der ASEAG geschildert. Nach genau zwei Monaten kam dann auch tatsächlich eine Antwort. Darin entschuldigte sich die Mitarbeiter dann, dass die Antwort so spät kommt, einen Grund nannte sie dafür aber nicht. Außerdem würde der Busfahrer mich für den Vorfall um Entschuldigung bitten.
    Naja besser als nix. Trotzdem bin ich eher enttäuscht vom Verhalten der ASEAG. Und im Allgemeinen finde ich die Busfahrer in Aachen sehr unfreundlich.
    Während der Schneestörungen demletzt hatte ich jedoch einen überaus netten Busfahrer, der eine Menge Durchsagen gemacht hat und mich dann auch an einer Bushaltestelle rausgelassen hat, die eigentlich gesperrt war. Es geht also auch freundlich bei der ASEAG.

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