Zitat der Woche

Alle Beiträge, die sich auf ein hier veröffentlichtes Zitat der Woche beziehen

Zitat der Woche

 Posted by on 14. Oktober 2010  Zitat der Woche
Okt 142010
 

Manchmal gelingt es, Probleme zu lösen, ohne das man wirklich weiß, warum. Besonders im pädagogischen Kontext sind die Wirkungszusammenhänge so schwer zu fassen, dass man oft (und meistens unbewusst) blind handelt. Und sich dann am Ende wundert, dass die schönen Ziele irgendwie nicht erreicht werden konnten. Kein Wunder, dass es ein Pädagoge war, der in den 70er-Jahren schrieb:

Wer nicht weiß, wohin er will,
braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt!

Zitat der Woche

 Posted by on 30. Dezember 2009  Zitat der Woche
Dez 302009
 

Oft liegen zum Jahreswechsel Aufbruchstimmung und Melancholie dicht beieinander. Man trauert dem Vergangenen hinterher oder baut auf die Zukunft, von der man Bestes erwartet und für die man sich nicht selten Gutes vornimmt. In diesem Kontext kann das aktuelle Zitat der Woche als ein Appell verstanden werden, das Hier und vor allem das Jetzt zu leben.

Jetzt sind die guten alten Zeiten,
nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.

Das Zitat zum Jahreswechsel stammt von Peter Alexander Ustinov (1921-2004).

Zitat der Woche

 Posted by on 1. September 2009  Zitat der Woche
Sep 012009
 

Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand den Spruch “Die Zeit heilt alle Wunden” in eine der Trauerkarten geschrieben hat. Vielleicht weil alle wissen, das Ludwig Marcuse Recht hat wenn er sagt:

Die Zeit heilt nicht alles;
aber sie rückt vielleicht das Unheilbare aus dem Mittelpunkt.

Zitat der Woche

 Posted by on 16. Juni 2009  Zitat der Woche
Jun 162009
 

In der Klinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikum Aachen bekam ich vor kurzem einen Flyer von einer der dort betreuenden Ärztinnen. Ich muss gestehen, ich laß nur eine Seite des Infoflyers.  Auf der stand ein Zitat aus “Die Büder Löwenherz” “Ronja Räubertochter” von Astrid Lindgren.

Lange saßen sie dort,
und hatten es schwer,
doch sie hatten es gemeinsam schwer,
und das war ein Trost.

Leicht war es trotzdem nicht.

Zitat der Woche

 Posted by on 21. Mai 2009  Zitat der Woche
Mai 212009
 

Passend zur (potentiellen) Weltwirtschaftskrise:

Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschafteten, um Gewinne zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur lebten, um zu atmen.

Passenderweise stammt dieses Zitat von Hermann Josef Abs (1901-1994) der seinerzeit Bankier war!

Zitat der Woche

 Posted by on 19. März 2009  Zitat der Woche
Mrz 192009
 

Nachdem ich beim letzten Zitat angekündigt hatte, künftig darauf verzichten zu wollen, das “Zitat der Woche” in einen aktuellen Kontext zu stellen, weiche ich schon jetzt wieder davon ab.

Im Moment kann sich die Medien- und Nachrichtenwelt nicht beschweren, es fehle ihnen an Dingen, über die berichtet werden könnte. Fast täglich erreichen uns neue Botschaften im Kontext der Weltwirtschaftskrise, es gibt eingestürzte Gebäude in Köln, Amokläufe in Amerika und Deutschland und den Fritzl-Prozess in Östereich. Und immer beschäftigt uns und damit unsere Medien auch das “Warum?”.

Ich möchte mit dem aktuellen Zitat der Woche an eine Rede des Bundespräsidenten a.D. Johannes Rau vom 03. Mai 2002 anlässlich einer Trauerfeier für die Opfer des Erfurter Amokläufers erinnern.

Manchmal muss man sich damit Abfinden, dass es keine einfache Erklärung gibt. Keine leicht fassbare und schon gar keine isolierte Ursache. Manchmal reicht es einfach nicht aus, “Killerspiele” als Ursache zu feiern, auch wenn es uns das Leben mit solchen Taten vielleicht erleichtern würde.

(Hervorhebungen von mir)

Liebe Lehrerinnen und Lehrer, Liebe Schülerinnen und Schüler, Liebe Erfurterinnen und Erfurter,

in dieser Stunde gedenken wir der Opfer des schrecklichen Verbrechens vom vergangenen Freitag. Ein ganze Woche ist vergangen, aber das Entsetzen hat uns nicht verlassen. [...]

Schüler haben ihre Lehrer und Mitschüler für immer verloren. Lehrer trauern um ihre Kollegen, eine Schule um ihre Mitarbeiterin, Eltern fassen nicht den Tod ihrer Kinder, Polizeibeamte beklagen den Tod eines Kollegen.

In Familien, in Freundschaften, in Nachbarschaften, in ganz Erfurt hat der Tod eine furchtbare Spur gezogen und tiefen Schmerz gebracht.

Sie sind ihrer Trauer nicht allein. Die Nachricht hat in ganz Deutschland und vielen Teilen der Welt Entsetzen, Trauer und Mitgefühl ausgelöst. Wir sind ratlos. Wir hatten nicht für möglich gehalten, dass so etwas bei uns geschieht.

Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar nahe liegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht. Wir werden sie – letzten Endes – auch nie verstehen können. Continue reading »

Zitat der Woche

 Posted by on 10. Februar 2009  Zitat der Woche
Feb 102009
 

In der letzten Zeit habe ich versucht, das “Zitat der Woche” in irgendeinen Kontext einzubetten (manchmal auch mit dem Holzhammer ;) ). Das ist der Hauptgrund, warum sich das Zitat der Woche immer mehr zu einem Zitat des Monats entwickelt hat. In Zukunft werde ich einfach wieder darauf verzichten, regelmäßig einen Bezug der Zitate zu Bloginhalten oder aktuellen Realweltthemen zu suchen konstruieren. Dann wird es seinem Namen auch wieder ein bisschen gerechter werden, hoffe ich.

Das aktuelle Zitat ist von Mahtma Gandhi:

Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren;
Und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.

Allen Besuchern …

 Posted by on 27. Dezember 2008  Zitat der Woche
Dez 272008
 

… Kommentatoren, Lesern und Gastbeitragsschreiber wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2009!

Und bevor ich das “Zitat der Woche” in “Zitat des Quartals” umbenennen muss, ändere ich das noch schnell zum ersten mal in diesem Monat und ein letztes mal in diesem Jahr. Zum Jahreswechsel möchte ich Fernand Joseph Désiré Contandin zu Wort kommen lassen, der, ohne es zu wollen, die Stammtischgespräche der Eifel treffend charaktarisiert hat :)

Fernand Joseph Désiré Contandin

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Es kann passieren, was will:
Es gibt immer einen, der es kommen sah.

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Zitat der Woche

 Posted by on 4. November 2008  Zitat der Woche
Nov 042008
 

Irgendwann muss ja mal morgen werden, daher hier das neue Zitat der Woche.

Im Moment herrscht Wahlkampf in den Vereinigten Staaten und alle hoffen auf einen wie auch immer gearteten “guten” Ausgang der Wahl. Bleibt zu hoffen, dass Schiller nicht Recht hat, wenn er behauptet:

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn! Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.

Gerade in einer Demokratie ist es schließlich genau die Mehrheit, die die meisten Entscheidungen trägt tragen sollte…

Zitat der Woche

 Posted by on 25. Oktober 2008  Zitat der Woche
Okt 252008
 

# Edit 25.10.2008, 20:30 Uhr:

Mich hat soeben wieder eine eMail zu dem Thema erreicht, vom gleichen Absender. Das zitierte Gedicht stammt scheinbar nicht von Tucholsky. Siehe hier.

Ich selber prüfe vor der Veröffentlichung von Zitaten immer kurz nach, ob die Quellenangaben stimmig sind. Bei dem unten abgedruckten Gedicht konnte ich im Internet einige Quellen finden, die Tucholsky als Autor nannten, so dass ich keine Zweifel hegte. Ich sollte demnächst meine Belegquellen vielleicht auch auf Seriosität hin überprüfen und nicht bloß nach dem Schema “wenns oft genug da steht, wirds schon stimmen” vorgehen…

Edit Ende #

Normalerweise ist mein Zitat der Woche immer ein einigermaßen kurzes, was vor allem daran liegt, dass kurze, prägnante Sätze / Aussagen eher gelesen (und behalten) werden. Nebenbei spielt natürlich auch rein pragmatisch eine Rolle, dass meine ausgewählten Zitate auch oben in das “Zitat der Woche” Fenster passen sollen. Eben aus diesem Grunde, habe ich schon mal das eine oder andere Zitat nicht ausgewählt, um den Rahmen nicht zu sprengen.

Davon möchte ich diesmal abweichen. Vom Kommilitonen bekam ich kürzlich eine eMail weitergeleitet, die er seinerseits von einem Bekannten erhalten hatte, die ein Gedicht aus dem Jahr 1930 (!) von Kurt Tocholsky enthielt. Veröffentlicht wurde es damals in der von ihm zeitweise mitherausgegebenen Wochenzeitschrift “DIe Weltbühne”. Wenn man das liest könnte man sich fragen, ob er vielleicht der wahre Nostradmus gewesen ist… oder ob einige Dinge, die uns heute so überraschen vielleicht doch systemimmanent sind:

Wenn die Börsenkurse fallen

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft`s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Zitat der Woche

 Posted by on 18. September 2008  Zitat der Woche
Sep 182008
 

Im Moment steht hier noch alles im Zeichen des Turniers “Tanzen an Erft & Rur”. Im Vorfeld gab es viele und ausführliche Treffen, auf denen abgewogen wurde, wie alles abzulaufen habe und wie man es allen Recht machen könnte. Wie die Resonanz auf dem Turnier selber gezeigt hat, sind wir unserem Ziel recht nahe gekommen. Trotzdem gab es auch Kritik. Ich selber kann nur von Kritik an mir berichten, die ich als Musikmensch zu hören bekam. “Die Tänzer sollen hier schönes Tanzen zeigen. Dazu gehört auch immer Musik, die man vertanzen kann. Was Du hier zum Teil laufen lässt, bietet den Tänzern ja gar nicht die Möglichkeit, schön zu tanzen. Das ist ja manchmal noch nicht mal Tanzmusik.” Sofort danach kam eine Tänzerin zu mir, die das mitgehört hatte und meinte: “Ich habe das gerade gehört und es ist mir fast peinlich. Der tanzt ja noch nicht mal selber. Ich finde Ihre Musik wirklich sehr gut.”

Ganz am Anfang des Turniers kam eine Tänzerin zu mir und meinte: “Die Musik ist zu leise. Man hört den Takt kaum.”. Direkt danach kam ein Wertungsrichter und meinte: “Die Musik muss auf jeden Fall etwas leiser, da wird man ja verrückt bei.” Ich persönlich halte es da wie Platon:

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen.

Zitat der Woche

 Posted by on 10. September 2008  Zitat der Woche
Sep 102008
 

Martin Luther King:

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.

Zitat der Woche

 Posted by on 2. September 2008  Zitat der Woche
Sep 022008
 

So, die erste Hausarbeit habe ich abgeschlossen. “Medienwirkung”. Schwerpunkt: Fernsehen. Es ist bei der Auseinandersetzung nicht besonders gut weggekommen… lag wohl daran, dass ich vorher das Buch “Wir amüsieren uns zu Tode” gelesen habe. Medien beeinflussen, so die Argumentation von Neil Postman, immer die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen, also unser Weltbild. Er fasst die Gefahr des Medium Fernsehens so zusammen:

Problematisch am Fernsehen ist nicht, daß es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, daß es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert.

Zitat der Woche

 Posted by on 24. August 2008  Zitat der Woche
Aug 242008
 

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Prinzen? Vor allem dank dieses Buches ist der Name Antoine de Saint-Exupery jedem ein Begriff. Wahrscheinlich kennt jeder das eine oder andere Zitat im Alter von 44 Jahren verstorbenen Saint-Exupery , und eins soll diese Woche das Zitat der Woche werden. Und zwar einfach deshalb, weil es das Wesen eines guten Textes treffend beschreibt und irgendwie im Widerspruch zu dem steht, was man manchmal auch (und vielleich sogar besonders) hier zu lesen bekommt. Was einen vollkommen Text ausmacht, beschreibt der französischer Schriftsteller und Flieger in seinem Buch Wind, Sand und Sterne folgendermaßen:

Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Zitat der Woche

 Posted by on 22. Juli 2008  Zitat der Woche
Jul 222008
 

Nachdem die letzten Zitate regelmäßig in einen größeren Kontext eingebettet waren, heute noch mal eins, dass hauptsächlich seiner selbst Willen eine Woche lang über meinem Blog “thronen” wird. Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, wird wie folgt zitiert:

Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

Frei übersetzt:

Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.

Vielleicht sollten sich Schäuble, Bush und all’ die anderen Verbrechensbekämpfer das noch mal ein bisschen zu Herzen nehmen…

Zitat der Woche

 Posted by on 6. Juli 2008  Allgemeines, Zitat der Woche
Jul 062008
 

Dieses mal hat es noch mal eine meiner Kommilitoninnen geschafft, das Zitat der Woche zu stellen. In den letzten beiden Wochen konnte ich mir schon Witze anhören, die alle in die gleiche Richtung gingen. Sie hält meine Frisur (und sie ist die erste, die das in diesem Ausmaße thematisiert, obwohl ich die Frisur schon seit über einem Jahr gelegentlich habe) für eine, die aus mir einen “Vorzeigearier” macht. Hier im Blog kann ich solche Witz natürlich nicht transportieren, das will ich auch gar nicht, aber kürzlich gabs den vorläufigen Höhepunkt. Auf dem Weg von einem Gebäude ins nächste fällt Ihr wieder meine seit Wochen gleiche Frisur auf und sie macht Ihre Witze (über die sogar ich teilweise lachen konnte) und meint zum Abschluss:

Hey, warum verkleidest Du Dich nicht auf Karneval als Nazi?

Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie gut man befreundet sein muss, um einen derartigen Witz gefahrlos reißen zu können: bin ich prüde, weil ich nicht darüber lachen kann und mich ein bisschen angegriffen fühle…?

Zitat der Woche

 Posted by on 22. Juni 2008  Zitat der Woche
Jun 222008
 

Heute mal ein etwas unkonventionelles Zitat der Woche: Eine Mitschrift eines Gespräches in einer US-Amerikanischen Fernsehserie. In der Folge Dr. House, die am vergangenen Montag auf rtl ausgestrahlt wurde, gab es folgenden Dialog zwischen einer Ärztin (Dr. Camoron) und der Partnerin eines Patienten:

Frau: [Beziehungen] gehen nicht kaputt, weil man sich langweilt, [sondern] weil sich Menschen die sich das erste Mal treffen etwas vorspielen von dem sie glauben, dass der andere sich einen solchen Partner wünscht. Doch lange können sie so was nicht durchhalten.

Ärztin: Wenn man sich das erste mal trifft ist man vielleicht dieser Mensch, doch ändert sich dann?!

Frau: Der Glaube, dass sich ein Partner ändern würde, ist auch ein Grund warum [Beziehungen] scheitern.

Aus: Dr. House “Böses Spiel” (S2E15)

Interessante These, oder?

Zitat der Woche

 Posted by on 10. Juni 2008  Studium, Zitat der Woche
Jun 102008
 

Es heißt ja immer, Kinder könnten so grausam sein, oder auch, positiv formuliert, “Kindermund tut Wahrheit kund”. Grausamkeit in Worten ist unterdes sicherlich kein Privileg der Kinder. Ich hoffe aber, dass sich zumindest die in den kindlichen Äußerungen steckende Wahrheit auf Kinderäußerungen beschränkt.

Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit zwei Kommilitoninnen. Über etliche Zwischenthemen sind wir schlließlich bei unseren Hobbys gelandet und bei der Frage, ob denn unsere Hobbys zu uns passen. Nachdem eine Kommilitonin meinte, Paartanzen würde nicht zu mir passen, meinte die andere:

Och, ich kann mir das schon vorstellen, so als arroganter Standardtänzer.

Jun 062008
 

Damals, 1982, war die Welt noch in Ordnung. Da konnte Markus in seinem Neue Deutsche Welle Hit “Ich will Spaß” noch singen

und kost’s Benzin auch 3 Mark 10
scheißegal, es wird schon gehn’
ich will fahrn’, ich will fahrn’

Was würde Markus wohl heute sagen? Benzin ist mal wieder teurer geworden. Wer sich darüber wundert ist vielleicht dumm. Es war nie anders. Der Benzinpreis steigt seit Jahrzenten. Eigentlich müsste man sich wundern, wenn er es nicht mehr täte. Trotzdem fragt sich (wie immer) so mancher: Was kann man da machen?

Als Berufspendler hat man wenig Handlungsspielraum. Auf ein Auto ist man angewiesen, wenn man, aus welchen Gründen auch immer, in einer größeren Entfernung zum Arbeitsplatz wohnt / wohnen muss. Aber ich bin kein Berufspendler. Mein Ausweg könnte sich aus den 148,50 EUR Studierendenschafts- und Sozialbeitrag ergeben. Darin enthalten ist ein “Profitiket” zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs im AVV-Gebiet.

Obwohl ich mich frage, ob ich zurecht eines der Tickets erhalten habe, denn als “Profi” verstehe ich mich nicht, werde ich es nutzen. Vor einer Woche der Pilotversuch. Das erste mal, dass sich das Semesterticket für mich bezahlt machen wird.

Mein Plan:

Sonntag Abend nach Aachen und Montag Mittag nach der Uni zurück.

Die Umsetzung:

Hinweg (Sonntag):

Das Busnetz in der Eifel ist nicht schlecht, mit Aachen kann es nicht mithalten. Die erste Hürde: der Weg nach Simmerath zum Bushof, der Dreh- und Angelpunkt für alle Linien in der Eifel. Natürlich hätte ich einen Bus bis dahin nehmen könne, das war mir aber fürs erste mal zu riskant. Auto hätte nicht in meinen Plan gepasst und mein Fahrrad wollte ich nicht am Bushof stehen lassen. Also: zu Fuß. Nach 45 Minuten zügig gehen, war ich rechtzeitig da, um meinem Bus noch wegfahren zu sehen. Nein, zu langsam war ich nicht, ich hatte mich in der Zeit geirrt.

Was jetzt? Zurück gehen? Auf den nächsten warten? Da kommt jemand und klärt mich ungefragt auf: es war 19.20 Uhr, der nächste Bus komme um “fünfunddreißig”. Na gut, eine viertel Stunde kann ich warten. Selbst ohne Jacke (und Abendessen) ist das kein Problem. Um 19.40 Uhr ist noch immer kein Bus da. Um 19.50 Uhr kommt der Mann von eben und meint

Dauert noch was bis halb neun, ne?

Achso, mit “fünfunddreißig” meinte der also 20.35 Uhr und nicht 19.35 Uhr. Ok, jetzt wurde mir kalt. Aber nur noch 45 Minuten. Da schaff ich es nur knapp nach Hause. Gewonnen hätte ich dann nichts. Also: warten. Der Bus kommt pünktlich. Im Gegensatz zum verpassten Bus ist die jetzt fahrende Linie eher Bimmelbahn als Bus. Über alle Orte zwischen Aachen und Simmerath findet er schließlich nach einer Stunde seinen Platz an der Haltestelle in Aachen. Dass das die Endstation ist, merke ich allerdings erst, als alle Fahrgäste den Bus verlassen haben, der Busfahrer sich zu mir wendet und ruft:

Hier ist Ende!

Und raus. Den Anschlussbus im Bushof incl. seiner Haltestelle habe ich zwischenzeitlich per SMS mitgeteilt bekommen, kann ihn aber im Bushof nicht finden. Als ich eine Stunde später zu Fuß am Ziel ankomme erfahre ich dann auch warum: es gibt auch Bushofhaltestellen vor dem Bushof und nicht nur im Bushof.

Rückweg (Montag):

Die Uni endet um 11.30 Uhr. Um 11.40 mache ich mich auf den Weg zum Bushof. Den Bushof erreiche ich nach 20 Minuten Fußmarsch. Der Bus fährt um planmäßig 12.20 Uhr ab.

Kleine Unterhaltung währende der Busfahrt bietet mir zum einen die Werbetafel TFT-Infotafel, auf der in relativ kleiner Schrift die jeweils nächste Haltestelle erscheint und die zur Hälfte vom statischen Werbelogo der AVV ausgefüllt wird, also mit den Buchstaben “avv”. Echt sehr sinnvoll. Zum anderen kann ich nur staunen, als an einer Haltestelle ein vielleicht vierzehnjähriger Schüler einsteigt und sein iPhone zückt… Naja, dafür habe ich ein Profiticket :-?

In meiner Heimat komme ich 13.25 Uhr an. Diesmal sogar bei mir im Ort. Leider am falschen Ende, so dass ich erst um 13.40 Uhr zu Fuß zu Hause ankomme. Mit dem Auto wäre ich schon seit einer Stunde zu Hause gewesen.

Fazit:

Bis jetzt wars meine letzte Busfahrt aus der Eifel nach Aachen. Aber vielleicht lasse ich mir mal erklären, wie man einen Busplan liest und versuche es bei Zeiten noch mal. Spätestens wenn ich das Zitat von Markus durch eines der Grünen von vor ca. 10 Jahren ersetzen kann, als sie 5 DM pro Liter forderten ;-)

Zitat der Woche

 Posted by on 18. Mai 2008  Zitat der Woche
Mai 182008
 

In einer der zahlreichen Fabeln des französischen Schriftstellers Jean de La Fontaine (1661-1695) findet man folgendes Zitat:

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon.

Manchmal kann man nur hoffen, dass er recht behalten wird…