Allgemeines

Newsletter Teil II

 Veröffentlicht durch StFeder um 12:11  Allgemeines
Jan 032012
 

Nachdem congstar es mir schwer machen wollte, wollte ich das gleiche machen und habe Folgendes geschrieben:

Sehr geehrtes Congstar-Team, 

ich habe mich mit der Bitte um Abbestellung des Newsletters an Sie gewandt. Im Newsletter selber gab es weder einen Hinweis darauf, wie man ihn abbestellen kann, noch aus welchen Grund ich ihn erhalte. Meine Kundennummer bei ihrem Rechtsvorgänger Congster lautete [Kundennummer]. Der dort laufende Vertrag wurde mir von Ihnen mit Schreiben vom 30.06.2009 zum 31.07.2009 gekündigt. Bis jetzt ging ich davon aus, dass damit auch meine Kundendaten bei Ihnen gelöscht sind.

 Da ich jetzt den Eindruck habe, dass dies nicht der Fall ist, wende ich mich hiermit mit einem Auskunftsgesuch gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) an Sie.

  1. [...] welche Daten [...] Sie [...] gespeichert haben [...].
    § 19 Abs. 1, § 34 Abs. 1 BDSG
  2. [...] Verwendungszweck [...] offenzulegen.
    § 19 Abs. 1, § 34 Abs. 1 BDSG
  3. [...] sämtliche [...] Daten unverzüglich zu löschen und mir diese Löschung zu bestätigen.
    § 20 Abs. 2 Satz 1, § 28 Abs. 3, § 30 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG
  4. [...] § 14 Abs. 2 Satz 2, § 4 Abs. 2 BDSG
  5. [...] § 28 Abs. 3 BDSG
  6. [...] 
  7. [...] §38 Abs. 4, § 43 Abs. 3

Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen,
StFeder

 Heute kam die wenig befriedigende Antwort (Hervorh. von mir):

 Sehr geehrter [...],

vielen Dank für Ihre Nachricht vom [Datum].
Im Rahmen einer Kampagne erhielten Sie einen Anruf von uns, indem wir Ihre Zustimmung erhalten haben, dass wir Sie zur Kundenberatung, Marktforschung und Werbung kontaktieren dürfen.
Sie haben uns informiert, dass Sie keine weitere Werbung per SMS, eMail und Telefon wünschen.
Dieses haben wir in unseren Systemen vermerkt und werden Sie ab sofort hierüber nicht mehr kontaktieren.
Wir bitten Sie die entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Scheinbar lesen die Ihre “Kunden”-Anfragen nicht so richtig… Und was heißt in unserem System vermerkt? Steht jetzt hinter meinen Daten, dass  man diese nicht mehr verwenden soll? Oder ist “im System vermerkt” eine Umschreibung für gelöscht? Seltsam. Immerhin scheint es jetzt möglich gewesen zu sein, mich aus dem Newsletterverteiler zu löschen…

Newsletter abbestellen

 Veröffentlicht durch StFeder um 15:13  Allgemeines
Dez 302011
 

Vor ewiger Zeit war ich mal Kunde beim Vorgänger von congstar. Der hieß damals congster. Irgendwie stehe ich auch nach Jahre noch bei denen im Newsletterverteiler. Das wollte ich jetzt endlich mal ändern.

Ich konnte leider keine gültigen Anmeldedaten finden, mit denen ich mich hätte abmelden können. Auch enthielt der Newsletter unüberlicherweise keinen Hinweis zu Abbestellen. Ich schickte daher eine eMail von der registrierten Adresse an den Congstar-Kundenservice (‘kundenservice@congstar.de):

Sehr geehrtes Congstar-Team,

ich erhalte von Ihnen einen Newsletter, den ich gerne abbestellen würde. Meine eMail-Adresse ist [eMail-Adresse].

Vielen Dank und viele Grüße
[...] 

Glücklicherweise ist congstar ein seriöses deutsches Unternehmen. Ich erwartete daher keine Probleme. Heute bekam ich die Antwort auf meine Anfrage:

+ Antwort 30.12.2011 14:52
Sehr geehrter Herr [...],

vielen Dank für Ihre Nachricht vom [...].

Um Ihr Anliegen abschließend bearbeiten zu könne, bitten wir Sie uns folgende Daten mitzuteilen.

Kundennummer
Vorname 
Nachname
Straße 
Nr. 
PLZ
Ort 
Geburtsdatum
Festnetz-Rufnummer 
Mobil-Rufnummer 
Bitte geben Sie mindestens eine Rufnummer an.
E-Mail-Adresse

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Eigentlich wollte ich nur den Newsletter abbstellen. Dann werde ich mich jetzt wohl mal mit einem Auskunftsgesuch an die wenden…

Déjà-vu

 Veröffentlicht durch StFeder um 02:46  Allgemeines
Dez 232011
 

Guttenberg ist ja jetzt irgendwie wieder da. Und scheinbar gibts auch schon Schablonen.

Oder hat unser Bundespräsident Wulff einfach die gleichen Berater? Was da gerade mit unserem Präsidenten passiert erinnert doch sehr an den Fall Guttenberg(s).

Immer erst was zugeben, wenn es sowieso schon alle wissen. Mein Tip: Anfang des kommenden Jahres brauchen wir einen neuen Präsidenten.

Und heute sagte unser Bundespräsident u.a. folgendes:

Ich sehe ein, nicht alles, was juristisch rechtens ist, ist auch richtig.

Herzlichen Glückwunsch! Damit ist die Versetzung auf eine weiterführende Schule sicher. Das jemand Bundespräsident werden kann, der diese Einsicht erst im Amt gewinnt ist… erbärmlich.

 

Kommunikationswissenschaftler

 Veröffentlicht durch StFeder um 23:31  Allgemeines, Studium
Jul 152011
 

Neben der hier schon thematisierten Wahl des Finanzreferenten war auch die Befragung des Kandidaten für den Vorsitz des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sehr interessant.

Der Kandidat konnte bereits einige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Hochschule, der Hochschulverwaltung und auch der studentischen Selbstverwaltung sammeln. Das Problem, mit dem der Kandidat zu kämpfen hatte, war eigentlich banal: er ist neu in seiner politischen Gruppierung, neu im Studierendenparlament (SP) und er wäre neu im AStA. Kurzum: er ist neu in der Hochschulpolitik.

Für mich war das Verhalten des Kandidaten vor allem wegen seiner Antwort auf die Frage, wer in seinem zukünftigen AStA die Pressearbeit übernehmen wird, interessant (sinngemäße Wiedergabe):

Pressearbeit wird beim Vorstand angesiedelt sein. Ich denke als Kommunikationswissenschaftler bin ich dafür auf jeden Fall qualifiziert.

Als Kommunikationswissenschaftler hat er natürlich auch gelernt, was es für Möglichkeiten gibt, um mit seiner etwas unglücklichen Lage umzugehen. Und wie geht man damit um, wenn einem im entscheidenden Bereich die Kompetenzen noch fehlen? Sein Rezept: so tun, als gebe es die missliche Lage nicht.

Aufgrund seiner fehlenden Erfahrungen in der Hochschulpolitik konnte er eine ganze Reihe von Fragen nicht beantworten. Er benutzte dann unsicher stotternd immergleiche leere Worthülsen, oder ließ sich die passende Antwort von seinem scheinbaren Sidekick, dem ehemaligen AStA-Vorsitzenden, vorsagen.

Schade.

Ich glaube, er hat es geschafft, den Menschen im SP glaubhaft zu machen, dass er bereit ist zu arbeiten. Damit hat er dem Finanzreferenten schon einiges voraus! Bei der expliziten Frage nach seinen Schwächen antwortete er (sinngemäß):

Ich glaube da sagt man immer “Ungeduld”, oder?

Seine echte Schwäche an diesem Abend war fehlendes Rückgrat. Warum nicht zu seinen Schwächen stehen? Es war für jeden Offensichtlich, dass ihm der Hintergrund in vielen Bereichen fehlte. Sich für alle erkennbar hinter Worthülsen und anderen Personen zu verstecken ist für einen angehenden AStA-Vorsitzenden unangemessen. Und peinlich für jemanden, der sich selber als Kommunikationswissenschaftler bezeichnet.

Offenheit und Aufrichtigkeit hätten ihm gut gestanden. Fehlende politische Erfahrung kann doch vor allem für die, für die er arbeiten wird, nämlich die Studierenden, ein Segen sein! Weil doch gerade einer ohne politischen Hintergrund die Hoffung wecken kann, nicht mit seinen persönlichen politischen Machtspielen im Sumpf der Klüngeleien und des eigenen Machterhalts zu versacken.

Diese Chance hat er für den Moment leider vertan. Vielleicht auch deswegen konnte Bela Brenger außer den Stimmen seiner Koalition nur eine weitere für sich gewinnen.

Jul 142011
 

Gestern war konstituierende Sitzung des Studierendenparlaments (SP). In dieser ersten Sitzung des neugewählten Parlaments werden vor allem die Mitglieder des neuen Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) gewählt, die eigentliche Studierendenvertretung (Exekutive). Unter anderem muss jemand gewählt werden, der sich um die Finanzen des AStA kümmerst. Der sogenannte Finanzreferent. Der Ablauf der Wahl dieses Referent wirft ein ziemlich trauriges Licht auf die Arbeit im SP.

Die Wahl des Referenten läuft formal so ab, dass zunächst Vorschläge gesammelt werden, dann die Kandidaten die Möglichkeit bekommen sich vorzustellen und im Anschluss daran jeder Student die Möglichkeit hat, fragen an den Kandidaten zu richten. Danach wird geheim gewählt; jedes gewählte Mitglied des SP hat eine Stimme.

Es gab nur einen Kandidaten für das Amt des Finanzreferenten. In seiner Vorstellung erklärte dieser, er habe bereits Erfahrungen im Bereich Finanzen sammeln können. Er sei in einem großen Verein für die Finanzen verantwortlich gewesen (erst als Kassenführer, später als Kassenprüfen). Außerdem sei er ehrlich, motiviert und zuverlässig.

Man kann darüber streiten, ob das die Voraussetzungen sind, die einen für die Aufgabe eines Finanzreferenten qualifizieren. Es ist kein dankbarer Job, aber ein verantwortungsvoller, mit dem auch ein erhebliches Machtpotential verbunden ist. Jemand der ehrlich, motiviert und zuverlässig ist, dürfte da genau der richtige sein.

In der auf die Vorstellung folgende Befragung kam der Kandidat immer wieder darauf zu sprechen, dass er sich für qualifiziert hält, weil er ehrlich, motiviert und zuverlässig ist.

Motiviert.

Er hat noch keinen Mitarbeiter der Fachschaften kennengelernt, mit denen er in Zukunft zusammenarbeiten muss. Auch seine möglichen Mitarbeiter scheint er noch nicht persönlich zu kennen. Bis jetzt ist von Motivation noch nicht viel zu erkennen.

Ehrlich.

In der Befragung wurde eins deutlich: dieser Mensch hat noch keine Ahnung von seinem zukünftigen Arbeitsumfeld. Ein kleiner Auszug des Frage-Antwort-Teils (aus meinem Gedächtnis):

  • AStA-Shop
    Der könne wieder gemacht werden. Solange er Gewinn abwirft, spricht aus seiner Sicht nichts dagegen.
    Der AStA ist die Studierendenvertretung. Der Shop soll Material fürs Studium zu Preisen zur Verfügung stellen, die niedriger sind als auf dem freien Markt. Der Shop sollte daher maximal plus/minus Null laufen. Mögliche Gewinne sollten in Form niedrigerer Preise im Shop sofort an die Studenten weitergegeben werden. Sonst ist der Shop nichts anderes als McPaper.
  • Haushaltsvolumen
    Laut dem Kandidaten ist das Haushaltsvolumen des AStA ungefähr 11 Mio. Ich habe keine Ahnung, aber es scheint mir seltsam. edit 15.07.2011: Ich hatte keine Ahnung! Das Volumen stimmt.
  • Projektleiter
    Gefragt nach seinem Team berief er sich immer darauf, dass er ein starkes Team habe. Ehemalige Finanzreferenten und mindestens einen der aktuellen Projektleiter. “Den habe ich auch schon kennengelernt”. Nach diesen Worten dreht er sich nach hinten und fragt: “das bist Du, oder?”

Das Problem dieses Kandidaten war: er hatte keine Ahnung. Das muss nicht schlimm sein, jeder fängt mal klein an. Leider war er nicht in der Lage zu kommunizieren, dass er sich noch nicht einarbeiten konnte und daher zu Fachfragen keinerlei Stellung abgeben kann. Er versuchte stattdessen, auf jede Frage irgendwie zu antworten, was immer wieder ziemlich daneben ging.

In der Befragung wurde er komplett bloßgestellt und ich habe keine Ahnung, mit welcher Rechtfertigung er am Ende auch nur eine einzige Stimme bekommen konnte. Er hat die Wahl mit absoluter Mehrheit gewonnen. Die Befragung war reine Makulatur. Die Mehrheiten standen vorher.

Vielleicht war dieser Mensch die richtige Wahl. Ehrlich war er nicht. Und weil er Ehrlichkeit für so wichtig hält, hätte er selber einsehen können, dass er seinen Ansprüchen schon vor Amtsantritt nicht gerecht wird.

Welches Argument für ihn spricht? Auf die Frage nach seinen Stärken und Schwächen antwortete er u.a. mit Ehrlichkeit als Stärke. Schwächen habe er keine. Es gibt kein Argument, was an diesem Abend dafür sprechen konnte, diesem Menschen die Stimme zu geben. Außer der Alternativlosigkeit.

Hoffen wir, dass er wenigstens zuverlässig ist… 

Preisabsprachen

 Veröffentlicht durch StFeder um 19:48  Allgemeines
Jun 242011
 

oder: aus Fehlern lernen…

In unregelmäßigen Abständen müssen wir für unseren Verein Druckaufträge erledigen lassen (T-Shirts, Aufkleber, Banner, Trainingsanzüge). I.d.R. wählen wir dafür immer den gleichen Bedrucker. Nach Problemen mit dem letzten (Terminabsprachen mehrfach nicht eingehalten) haben wir zu einem gewechselt, der mit günstigen Preisen und umfangreichen Angebot überzeugen konnte. Es war einer von wenigen in Aachen, der auch besticken kann.

Vielleicht hätten wir aus der Vergangenheit lernen sollen: Ein angefordertes Stickmuster war so schlecht, dass man es eigentlich auf keinen Anzug hätte sticken lassen können. Was uns damals geritten hat, es trotzdem dort machen zu lassen, weiß ich nicht, dass Ergebnis war jedoch, im krassen Gegensatz zum Muster, absolut perfekt. Außerdem waren Terminabsprachen auch bei dem neuen Bedrucker in der Vergangenheit eher Glückssache gewesen.

Heute sollte wieder eine Ladung bestellter T-Shirts fertig werden. Zu meiner Freude klappte es diesmal sogar zum vereinbarten Termin. Leider konnte ich nicht selber zum abholen in den Laden. Der Preis pro T-Shirt von 12 Euro war mündlich mit mir abgesprochen. 15 Euro sollte die Abholerin pro T-Shirt auf den Tisch legen. Obwohl die Abholerin energisch widersprochen hat, setzte sich der Mitarbeiter durch. Er behauptete, das Logo hinten habe sich geändert, darum sei das teurer geworden, dass sei aber mit mir abgesprochen und immer noch billiger, als es eigentlich hätte sein müssen.

Richtig ist: das Logo hinten hat sich geändert; jedoch hatte ich das schon bei der Auftragserteilung gesagt. Erst danach habe ich den Preis von 12 Euro genannt bekommen. Von einer möglichen Abweichung nach oben oder unten war keine Rede. Auch nachdem ich eine eMail mit dem neuen Logo geschickt habe, in der ich den Auftrag noch mal wiederholt habe, hielt man es nicht für angebracht, mich über den zu erwartenden Preisunterschied zu informieren.

Es gab sogar noch ein Telefonat. Ich hätte misstrauisch werden können, denn alles, was wir sowohl mündlich als auch per eMail eigentlich schon geklärt hatten musste ich nochmal bestätigen. Alles, außer dem Preis. Dafür musste ich noch mal beschreiben welche und wie viele T-Shirts ich abgegeben hatte, denn die konnte er scheinbar nicht mehr eindeutig zuordnen.

Vielleicht hätte mir schon früher klar sein können, dass das nicht gut enden kann: kurz nach unserem Weggang von dem alten Bedrucker hat der sein Geschäft aufgegeben. Unser neuer Bedrucker, so erfuhr ich leider erst nach unserem ersten Auftrag, hat daraufhin dieses Geschäft unter neuem Namen an anderer Stelle wieder eröffnet. Die Inhaber vom neuen und alten Laden sind Brüder.

Nutzungspotentiale von Spanngurten

 Veröffentlicht durch StFeder um 21:43  Allgemeines
Jun 052011
 

Spanngurte sind ja äußerst vielseitige Hilfsmittel. Ob man nur ein bisschen Gepäck im Kofferraum fixieren will, oder einen 12-Meter Baum auf einem Anhänger: Spanngurte sind immer die richtige Wahl. Eigentlich dachte ich, man könnte mich was Einsatzgebiete dafür angeht nicht mehr überraschen, aber dann war ich zufällig mal in Belgien:

Kirchturm mit Spanngurten gesichert(Bild mit der Maus berühren für Detailansicht)

Ich konnte es erst selber nicht glauben aber tatsächlich: mehrere, miteinander verbundene Spanngurte sind um den Kirchturm gespannt. So wird der garantiert ewig halten ;)

DerWesten: Qualitätsjournalismus?

 Veröffentlicht durch StFeder um 00:40  Allgemeines
Apr 252011
 

Jetzt mein erstes großes Outing hier im Blog: ich war auf einem David Hasselhoff Konzert :) Und ich erzähle das nur, weil auch DerWesten vorgibt, dagewesen zu sein.

Meine persönliche Meinung zum Konzert will ich mal außen vor lassen, aber wenn ein Nachrichtenportal, das ausgibt seine

Leser und Nutzer profitieren von einer völlig neuen regionalen und lokalen Aktualität und Informationsdichte

dann frage ich mich, wie es passieren kann, dass auf einem solchen Portal zwei Berichte [1,2] erscheinen, die sich wie ein netter Erlebnisbericht lesen, jedoch nichts mit Journalismus zu tun haben.

Da heißt es zum Beispiel in Artikel [1]

Hasselhoff serviert bestes Entertainment.

oder in Artikel [2]

Hasselhoff selbst genießt jede Sekunde.

Naja, ich weiß nicht auf welchem Konzert die beiden DerWester Redakteure waren, aber in Oberhausen hat Hasselhoff nicht “bestes Entertaimnet” geliefert. Er hat emotionslos seine Show runtergespult und seine Hits serviert. Highlight des Entertainment á la Hasselhoff war sein Zuruf: “Ihr seid das beste Publikum, das ich jemals hatte”. Keine Ahnung, ob er es ernst gemeint hat, aber egal ob ja oder nein: in beiden Fällen müsste er an seiner Glaubwürdigkeit arbeiten.

Einzig die ständig wechselnden Bühnenoutfits konnten die Show ein bisschen retten. Aber wenn das alleine “bestes” Entertainment ist…

In Artikel [2] heißt es dann auch noch:

Nach der vierten Zugabe ist Schluss!

Es mag sein, dass die Wahrnehmung davon, was eine Zugabe ist und was nicht, nicht ganz eindeutig ist. Aber in Oberhausen gab es sicherlich keine vier Zugaben. Ich kenne Zugaben nur so, dass jemand geht oder vorgibt zu gehen und dann vom anhaltenden Applaus oder von Zugabe-Rufen davon abgehalten wird. Hasselhoff hat nur einmal Tschüss gesagt. Und dann war er weg und das Licht ging an. In meiner Wahrnehmung gab es keine Zugabe.

Was die Artikel aber besonders schlecht macht ist gar nicht so sehr was drin steht (ist ja auch nichts Substantielles), sondern dass er Dinge verschweigt, die in jeden halbwegs vernünftigen Artikel zu diesem Konzert gehört hätten.

  1. Auf den Eintrittskarten und auf den Postern zum Konzert war “Bella Vida” als Support Act angekündigt. Nie von denen gehört, aber das ist scheinbar die Band der Töchter von Hasselhoff, die eigene Songs performen sollten und zusätzlich ein Duett mit Hasselhoff singen sollten. Die kamen nicht. Hasselhoff selber hat kein Wort dazu verloren. Bei DerWesten: Kein Wort dazu, obwohl man in der Ankündigung sogar noch von den Töchter geschrieben hatte. Übrigens hat der gleiche Reporter die Ankündigung getippt, der nachher auch den Erlebnisbericht [2] geschrieben hat. Aber vielleicht ist das ja das “neue” an der angepriesenen “neuen Informationsdichte” von DerWesten…
    Ich habe nach dem Konzert einen Reporter von 1live getroffen, der mir erzählte, er habe auf Nachfrage am Vortag erfahren können, dass wohl eine Tochter krank sei “oder so was” und die deshalb nicht mitkommen würden. Ihm schien die Hasselhoff-Informationspolitik auch etwas seltsam.
  2. Die Musik war während des Konzertes so leise, dass die Fangesänge Hasselhoff (und seine Band) zeitweise überstimmen konnten. Den Einspieler am Anfang hätte jeder Magix-Musikmakernutzer besser schneiden können. Keine Ahnung wie die Musik dazu war, denn die konnte man noch schlechter hören, als die eigentliche Konzertmusik. Und ich saß nicht ganz hinten!
  3. Mindestens ein Song war Playback. Hasselhoff war nicht rechtzeitig am Mikro, der Gesang kam trotzdem.
  4. In den Pausen erschien auf den Leinwänden als Standbild der Hinweis, man könne sich mit Hasselhoff fotografieren lassen. Auf einer der zwei Leinwände wurde der Hinweis verzerrt dargestellt und der Text, aus dem vermutlich hervorging, was man dafür machen musste war so klein, dass ich ihn nicht lesen konnte. Wie gesagt: ich saß nicht ganz hinten!

Naja, aber den Fotos nach zu urteilen, hat es DerWesten-Reporter sowieso nicht lange da ausgehalten: alle 24 Fotos der Klickstrecke stammen aus maximal 3 Songs!

Neujahresgruß

 Veröffentlicht durch StFeder um 14:54  Allgemeines
Mrz 292011
 

Ja, eigentlich ist es ja ein bisschen spät für Grüße dieser Art, aber ich habe noch gefühlt 20 Bilder, zu denen ich einen Blogeintrag machen wollte. Die arbeite ich mal so langsam ab. Und den Anfang machen soll dieser geschmackvolle Neujahresgruß:

Marzipanschwein mit Hut

Es handelt sich hier um ein kleines, knapp 10 Zentimeter hohes Schwein aus (billigem) Marzipan, das eine rote Fliege und einen roten Hut trägt. Schon auf diesem nicht ganz optimalen Foto dürfte unschwer zu erkennen sein, dass man zwar Schwein (mit Fliege) essen kann, der Hut aber aus Plastik ist und daher mindestens schwer verdaulich. Für alle diejenigen, die das aus welchen Gründen auch immer nicht erkennen können, gibt es zum Glück folgenden Hinweis auf der Verpackung:

Marzipanschwein mit Hut (Verpackung)Da steht u.a.:

Hut nicht essbar.

Ich frage mich, wer wohl nicht rechtzeitig bemerkt, dass der Hut nicht essbar ist, wohl aber dann den Hinweis auf der Verpackung entdeckt. Es gibt das ganze übrigens auch als Schornsteinfeger mit dem Hinweis

Leiter nicht essbar.

Was ist eigentlich Politik?

 Veröffentlicht durch StFeder um 12:48  Allgemeines
Mrz 162011
 

Die Frau, die noch Mitte 2009 deutsche Atomkraftwerke für “grundsätzlich sicher” hielt (vgl. SZ, 08.07.2009), forderte schon am Samstag, einen Tag nach dem Beben in Japan, eine Überprüfung der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke (vgl. FAZ, 12.03.2011). Merkel habe ich immer als sehr bedachte Politikerin wahrgenommen und es hat mich ein bisschen überrascht, dass sie in fast schon guttenberg’schen Aktionismus verfällt. Seltsam vor dem Hintergrund dieser Ankündigung ist ihre Aussage vom Sonntag, in der sie die Sicherheit der deutschen AKW nochmal, wenn auch leicht verklausuliert, unterstrich:

Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind. Sonst müsste ich sie ja mit meinem Amtseid sofort abschalten.

[Quelle]

Zuerst war ich überrascht.

Gestern wurde ich erleuchtet: die Gültigkeit der Laufzeitverlängerung steht beim Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand (vgl. Deutschlandfunk). Für die CDU wäre es natürlich eine riesen Blamage, sollten die Richter entscheiden, dass die Verlängerung verfassungswidrig ist. Um der Entscheidung zuvorzukommen, hat Merkel die sich bietende Chance schnell genutzt, um den Ausstieg aus dem Ausstieg zu verkünden.

Zwar ist dieses Vorgehen verfassungsrechtlich genauso fragwürdig (vgl. Spiegel) wie die Laufzeitverlängerung, aber Politiker müssen ja schließlich immer mindestens in zwei Richtungen denken: es reicht nicht aus, “guter” Politiker zu sein, man muss auch die eigene Macht sichern.

Egal wie fragwürdig das Vorgehen der Bundesregierung zur Zeit sein mag: momentan ist das Ende der Laufzeitverlängerung auch mit der CDU denkbar. Die Frage ist, wem das am Ende als Verdienst angerechnet werden wird. Das Angela Merkel ihr eigenes (verfassungsrechtlich bedenkliches) Gesetz jetzt selber in Frage stellt, könnte sich am Ende als genialer Schachzug erweisen. Nämlich genau dann, wenn sie es schafft über die Medien die Botschaft zu vermitteln, dass sie den Atomausstieg angestoßen hat.

Sie muss es nur schaffen, dass dabei vergessen wird, dass sie es war, die ihn vorher kassiert hat…

Das ist Politik.

E10

 Veröffentlicht durch StFeder um 14:18  Allgemeines
Mrz 072011
 

Gestern im Auto habe ich Nachrichten gehört. Jetzt wo Guttenberg weg ist, kann man ja mal endlich über  E10 reden. Topmeldung: irgendwer behauptet, E10 schade allen Autos, nicht nur den alten. Eigentlich war die Reaktion der Autohersteller auf diese Meldung klar:

Wir haben das schon lange getestet und daraufhin die Listen rausgegeben, welche Automobile den E10-Kraftstoff tanken dürfen und welche nicht.

Eine andere Reaktion ist gar nicht möglich, denn die Listen [1] sind seit Monaten online! Kurioserweise kam aber von Seiten der Autoindustrie, zumindest laut meinem Radiosender, eine ganz andere Reaktion. Angeblich hätten “die Autohersteller” sinngemäß folgendes gesagt:

Wir müssen die Verträglichkeit von E10 für die Kraftfahrzeuge überprüfen.

Hm, eine neue Kraftstoffsorte wird auf den Markt gebracht, Autohersteller bescheinigen die Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge mit dem Kraftstoff, der Kraftstoff wird (wenn auch scheinbar wenig) getankt und dann kommen Zweifel auf und die Hersteller sagen: wir müssen das prüfen?! Auf welcher Grundlage haben die denn vorher die Listen erstellt, auf die man sich verlassen sollte?

 

Und wer immer noch sagt…

 Veröffentlicht durch StFeder um 15:27  Allgemeines
Mrz 022011
 

…die böse Oposition hätte ja nur so lange gesucht, bis man irgendwas gegen ihn gefunden hätte:

Eigentlich hätte das alles schon viel früher kommen müssen. Denn: “Wer hoch stapelt, kommt ganz nach oben” auf Telepolis.

Und das weiß man nicht erst seit heute: ein Beitrag von zapp im NDR ist seit dem 12.02.2009 bei youtube zu sehen. Und zwar hier. Oder wer zapp nicht mag, kann auch einen Beitrag von Panorama anschauen, auch bei youtube, hier.

edit: schön auf den Punkt gebracht auch hier.

…Deutschland verliere seinen “einzigen” guten Politiker:

was war mit der Kundus-Affäre oder Gorch Fock? Wers schon vergessen hat: bei zapp kann man es noch mal nachlesen oder anschauen und zwar hier. Natürlich ist auch das nicht neu, über Guttenbergs Umgang mit der Gorch Fock Affäre wundert man sich schon minestens seit März 2010, unter anderem hier.

Nicht uninteressant ist übrigens auch der hier: Die “Hitler-Guttenberg Parallelen” beim Schweiz Magazin.

Freiherr opfert sich

 Veröffentlicht durch StFeder um 14:21  Allgemeines
Mrz 012011
 

Was für ein Abgang! Deutschland hat seit heute einen Märtyrer!

Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens

Er hatte sehr hohe Erwartungen an sich selbst. So hohe, dass er sie am Ende selber nicht mehr erfüllen konnte.

Ich gehe ihn [den Weg des Rücktritts, StFeder] nicht nur wegen der Diskussion über meine Doktorarbeit, sondern auch wegen der Frage, ob ich die Ansprüche , die ich selbst an mich stelle, noch erfüllen kann.

Wahrscheinlich waren seine Ansprüche so hoch, weil er seine Position nicht wegen des Geldes, der Macht oder des Ansehen liebte, sondern weil sein Herz daran hing.

Manch einer mag fragen, warum dieser Schritt erst jetzt erfolgt. Niemand wird das Amt freiwillig aufgeben wollen, an dem das Herz hängt.

Und er ist ja nicht nur Politiker, er ist auch Mensch. Wie konnten das alle nur vergessen?

Abschließend ein Satz, der für einen Politiker ungewöhnlich klingen mag: …

Und als Mensch, da darf man auch mal Schwäche zeigen. Wir sind ja alle Menschen. Er hätte so gerne gekämpft. Aber am Ende konnte er nicht mehr kämpfen. Er hatte das Ende seiner Kräfte erreicht.

… Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.

Man möchte ihn in den Arm nehmen. Er war doch ein so guter Mann. Wenn er nur nicht so hohe Ansprüche an sich selber hätte, wenn nur nicht so schwer hätte kämpfen müssen, wenn sein Herz nicht so sehr an der Sache gehangen hätte.Guttenberg

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zitiert nach Spiegel Online

Enttäuschte Erwartungen

 Veröffentlicht durch StFeder um 00:51  Allgemeines
Feb 282011
 

Vor kurzem war ich zufällig in einem Bose-Store. Bose, dass sind die, die in der Prisma und der ADAC regelmäßig Werbung machen. Seit gefühlten 20 Jahren immer damit, dass sie einen Radiowecker anbieten, der in etwa die Größe von zwei aufeinandergelegten 500-Blatt-DIN A4 Papierpacken hat (toller Vergleich, oder?), aber so klingen soll wie ein live-Orchester. Ich bin kein Fan von Bose. Als ich den Laden betrat, war zufällig ein Zeitpunkt erreicht, an dem irgendeine Vorführung stattfinden sollte. Ich war vor Jahren mal auf einer Bose-Vorführung auf der Cebit und fand die recht unterhaltsam. Ich nahm daher die Gelegenheit war und sah mir die “Show” an.

Und siehe da: nach Jahren immer noch der gleiche Showroom. Ein kleines Kino mit Platz für 20-30 Mann, ein Flachbildfernseher und im Raum verteilt große, an der Wand hängende Kisten (nicht ganz Wasserkastengröße). Da wurden Erinnerungen wach. Schon bei der Cebit-Veranstaltung hingen diese Kisten da, und der “Showmaster” suggerierte dem Publikum damals, dass seien Boxen. “Bose geht weg von immer kleiner und baut wieder große Boxen”. Am Ende der damals beeindruckenden Soundshow nahm der Mitarbeiter die Boxen von der Wand und dahinter verbargen sich winzig kleine Satelliten. Eine perfekt Verkaufsshow!

Und jetzt wieder genau das gleiche. Leider konnte ich mich schon bei den ersten Tönen ein bisschen wundern: die Bässe waren zwar relativ kraftvoll, dröhnten aber leicht. Wenn das schon im perfekt eingerichteten Showroom passiert, wie soll das dann erst zu Hause sein.

Gegen Ende der Show wurden dann alle meine Erwartungen enttäuscht. Wieder wurden die großen Boxen von der Wand entfernt. Aber diesmal war nichts dahinter. Alle Boxen (angeblich 6 Stück, wenn ich mich recht erinnere) sind in den Fernseher integriert. Eine perfekte Illusion. Man dachte wirklich, man würde von einer Heimkinoanlage mit Subwoofer und mindestens 4 Satelliten unterhalten.

Ich muss sagen, die Vorführung hat mich echt beeindruckt. Ich hatte schon mal davon gehört, dass sogenannte “Soundbars”, bei denen ein komplexer Lautsprecher Surroundsound simulieren soll, tatsächlich gut funktionieren sollen. Aber das ganze in einen Fernseher einzubauen, scheint mir noch mal eine Nummer spektakulärer (obwohl es eigentlich nur der nächste logische Schritt ist…).

Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwiefern der kleine Kinoraum das Erlebnis beeinflusst hat und ob sich das zu Hause ähnlich gut reproduzieren lassen würde, aber hätte ich meine 7.000,- € nicht gerade in einen schicken Zimmerbrunnen fürs Gästezimmer investiert: ich hätte mir einen Fernseher mitgenommen. Dazu bietet er ein mindestens innovatives Bedienkonzept. Da wirkte es noch nicht mal übertrieben, als der “Showman” von einem “revolutionären Produkt” sprach.

Werbebeilage

 Veröffentlicht durch StFeder um 23:59  Allgemeines
Feb 232011
 

Neulich bei uns im Wochenend-Werbeblättchen fand ich neben etlichen anderen eine Werbebeilage für eine Beratung zu Photovoltaikanlagen. Aufgefallen ist sie mir aus zwei Gründen:

1. weil sie aussah wie ein Flyer von der Dorfgemeinschaft: billiges DIN A4-Papier, zweiseitig bedruckt und
2. weil ganz am Ende einer einseitigen Argumentation für Photovoltaikanlagen nicht nur die Rechtschreib-, Grammatik- und Formatierungsfehler so aufdringlich wurden, dass man sie nicht mehr ausblenden konnten, sondern auch, weil man sich beim letzten Argument für Photovoltaikanlagen echt fragen musste, ob das alles eine (schlecht gemachte) Satire ist:

Ist Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen auf welchen Gebäuden man sehr häufig Photovoltaikanlagen sieht?

Es sind landwirtschaftliche Betriebe, die Photovoltaikanlagen, Windkrafträder etc. betreiben und damit die Natur für sich arbeiten lassen. So viele Bauern können sich nicht täuschen, das man mit einer Photovoltaikanlage Geld verdienen kann das können Sie auch.

Von “Bauern” zu schreiben würde eigentlich für Satire sprechen, denn sonst würde man, um diesem schwachsinnigen Argument ein bisschen Ernsthaftigkeit zu verleihen, doch wohl eher von “Landwirten” sprechen.

Ich habe mir dann auch noch schnell die Webseite angeschaut, auf die auf dem Flyer hingewiesen wird. Ich finde, die spricht auch für die Idee, dass es sich um einen missglückten Versuch handelt, satirisch zu sein: www.sunshine-produkt.de.

Gästebucheintrag

 Veröffentlicht durch StFeder um 18:23  Allgemeines
Feb 202011
 

Vor kurzem habe ich von einer neueröffneten Discothek in Düren gehört, dem “Abraxxass”. Eine Disco der gleichen Betreiber gibt es schon etwas länger in Zülpich. Aufgrund einiger positiven Berichte habe ich mir mal die Seite von denen angesehen und war überrascht ein perfekt moderiertes Gästebuch zu finden, in dem das Abraxxass-Team auf alle Einträge reagiert. Gestolpert bin ich beim überfliegen über folgenden Eintrag:

Sezgin

Hey Abraxxass – Team ich hab da mal ne Frage , die mich sehr interessiert.

Es ist schon bekannt , dass Abraxxass sehr empfindlich ist , wenn es darum geht , Leute mit Migrationshintergrund in den Club zu lassen . In Zülpich werden viele noch reingelassen , aber in Düren garkeine mehr ? Ist das kein Anzeichen von Rassismus ? Wenn 10 Deutsche in den Club gehen (Jungs) kommen alle rein , aber wenn 3 Ausländer rein wollen , heißt es : Als Gruppe kommt ihr hier nicht rein . Das finde ich eine Unverschämtheit . Abraxxass soll auf den Boden bleiben und nicht einen auf Business machen .. Letzt endlich ist Abraxxass nicht so groß wie Rakkas..

Interessant an der Frage ist vor allem die scheinbare Einstellung, dass das von Sezgin beschriebene Verhalten bei großen Discotheken scheinbar anders zu bewerten ist. Aber das lasse ich mal unkommentiert im Raume stehen.

Erstmal wundere ich mich, dass der Eintrag überhaupt freigeschaltet wurde, denn der Vorwurf ans Abbraxxas ist höchst kritisch. Diese Offenheit spricht zunächst mal fürs Abraxxass. Vorausgesetzt die Fakten stimmen (Ausländergruppen werden nicht reingelassen), dann ist die Frage von Sezgin natürlich berechtigt. Interessanterweise gibt es auch eine Antwort vom Abraxxass-Team auf seine Anfrage.

Abraxxass Team:
Lieber Sezgin,

wir denken nicht, dass man uns Rassismus vorwerfen kann, da unsere beiden Chefs türkischer Herkunft sind!

Bis hier hin ist ja alles logisch, oder?! Wenn also jemand “rassistisch” handelt und er selber (oder sein Chef) zur potentiell diskriminierten Gruppe gehört, dann, so offenbar die Abraxxass-Logik, kann die Handlung nicht als rassistisch bezeichnet werden. Aber es wird noch besser:

Die Erfahrung hat uns aber gezeigt, das Gruppen mit Migrationshintergrund ein höheres Konfliktpotenzial haben, wenn sie nicht in Damenbegleitung kommen. Da spielt auch die Größe des Clubs keine Rolle. Es ist Firmenpolitik, das Abraxxass konfliktfrei zu halten, daher ergeben sich unsere Einlaßkriterien.
Mit Deiner oder einer Freundin bist du ein gern gesehener Gast.
Dein Abraxxass Team

Hm, jetzt wirds seltsam. Das “Gruppen mit Migrationshintergrund ein höheres Konflliktpotential haben” scheint die Wahrnehmung der Abraxxass-Mitarbeiter zu sein.

Ein Blick in die allwissende Wikipedia unter dem Stichwort “Rassimus” verrät folgendes:

Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.

Nochmal schnell zusammengefasst: Ins Abraxxass kommen grob gesagt scheinbar keine Leute mit wahrgenommenen “Migrationshintergrund”, wenn sie in Gruppen ohne Frauen auftauchen. Den Migrationshintergrund können die Türsteher eigentlich nur an Merkmalen festmachen, die man sehen (Hautfarbe) oder vielleicht hören (Akzent) kann, also an phänotypischen Merkmalen. Erkennen sie diese Merkmale, leiten sie davon ein erhöhtes Konfliktpotential (einen persönlichen Unterschied) ab.

Hier hat sich das Abraxxass mit der Offenheit im Gästebuch wohl ein Eigentor geschossen…

Erfahrungen mit dem Kundendienst…

 Veröffentlicht durch StFeder um 12:55  Allgemeines
Dez 062010
 

… der ASEAG (und Rheinlandbus und TAETER Aachen)

Heute stand ich eine Dreiviertelstunde an einer Bushaltestelle und wartete auf einen Bus. Dann rief ich die Hotline der ASEAG an, um zu fragen, ob sich das warten noch lohnt und ob ggf. der Nachfolgebus noch kommen wird. Dort bat man mich kurz warten. Nach einer kurzen Wartezeit meldet sich mein Gesprächspartner wieder und teilt mir mit die zuständige Hotline sei im Moment besetzt. Er könne mir aber die Nummer geben, dann könne ich selber dort anrufen.

Ich rufe also selber dort an. Und höre die Ansage, die ASEAG habe neue Rufnummer und ich nutze eine alte. Also auf die Homepage geschaut. OK, das sein Unternehmen neue Nummern hatte, konnte der Mitarbeiter an der Hotline wirklich noch nicht wissen. Die neuen Nummern gibt es erst seit Juni 2009.

Also die neue Nummer gewählt. Nein, diese Linie bediene nicht die ASEAG. Da müsse ich mal bei Rheinlandbus Aachen anrufen. Immerhin gab man mir die Nummer.

Ich hatte beim Rheinlandbus Mitarbeiter ganz knapp die Chance mein Anliegen zu umreißen, da hing ich nach einem kurzem “Einen Moment bitte” in einer Warteschleife, aus der ich nach ca. zwei Minuten warten mit einem Besetztzeichen rausgeworfen wurde. Bei meinem zweiten Versuch hatte ich einen anderen Mitarbeiter am Apparat, der sich natürlich nicht erklären konnte, warum ich aus der Leitung geflogen bin. Nachdem ich mein Anliegen offenbart hatte, offenbarte er mir wiederum, dass sie diese Linie gar nicht befahren würden, dafür sei Taeter Aachen zuständig.

Diesmal habe ich mir die Hotline selber rausgesucht und hatte auch schnell einen freundlichen Taeter Mitarbeiter am Telefon. Der versprach die Sache zu klären und mich schnell zurückzurufen.

Zwei Minuten später der Rückruf. Der Bus sei mit 20 Minuten Verspätung in Aachen angekommen. Da er unmittelbar vor meiner Haltestelle seinen Startpunkt hatte, konnte er dort noch keine Nennenswerte Verspätung haben. Ich habe Zeugen dafür, dass ich vier Minuten vor der Planmäßigen Abfahrt des Buses an meiner Haltestelle war. Genau zu der Zeit, an der ich an meiner Haltestelle ankam, hätte der Bus nach einer längeren Pause an der 2 km entfernten Haltestelle losfahren sollen.

Es ist mir ein Rätseln, wie es sein kann, dass der Bus(fahrer) an mir vorbei gefahren sein kann, ohne dass er mich und ohne dass ich ihn gesehen habe. Und ehe jemand kommt und irgendwas von schlechtem Wetter erzählt: das ist schon das zweite mal, dass der TAETER-Bus nicht kommt.

Interessant übrigens der Lösungsvorschlag des TAETER Mitarbeiters: Nach 20 Minuten Wartezeit an der Haltestelle (also 20 Minuten Verspätung des Busses) darf man sich ein Taxi rufen und TAETER die Rechnung schicken. Die zahlen dann. Aber maximal 20,- €. Und nur wenn die interne Prüfung ergibt, dass die Verspätung nicht auf Wetterverhältnisse, Unfälle oder andere Verkehrsbehinderungen, die das AVV-Mitglied nicht zu vertreten hat, zurückzuführen sind.

Andersherum: wenn ich mir ein Taxi rufe, weil der Bus nicht kommt, täte ich gut daran, vorher mal die komplette Strecke des Busses abzugehen, um zu schauen, ob der Bus theoretisch hätte kommen können. Und dann sichere ich am besten alle Beweise, die auf Verschulden der Gesellschaft hindeuten, falls die interne Prüfung am Ende doch rausfindet, dass irgendwo eine Baustelle war, die der Bus unmöglich überwinden konnte.

Edit: Heute hatte ich abermals ein Telefonat mit einer “Bushotline”. Die Mobilitätsgarantie ist doch etwas besser, als von mir (und dem TAETER-Mitarbeiter) dargestellt. Sie übernimmt NRW-weit Taxikosten bis 20,- €, wenn ein Bus mehr als 20 Minuten Verspätung hat und die Verspätung nicht auf Streik, Unwetter, Naturgewalten oder Bombendrohungen zurückzuführen ist. Und das Antragsformular wirkt relativ unbürokratisch. Nähere Infos dazu hier.

Verkehrserziehung mal anders

 Veröffentlicht durch StFeder um 23:59  Allgemeines
Okt 212010
 

Gestern hatte ich die Gelegenheit ein wenig vom Schweizer Fernsehprogramm sehen zu können. Auch Werbung.

Zur Zeit läuft in der Schweiz eine Kampagne gegen zu schnelles Autofahren. Ist ja eigentlich nichts neues. Man kennt solche und ähnliche Plakate ja aus allen Ländern. In Belgien läuft aktuell eine, wie ich finde, recht originelle Plakatkampagne gegen die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer:

Quelle: http://brf.be/nachrichten/national/118947/

In Deutschland sieht man aktuell Plakate von Autos nach einem Wildunfall und in Australien hat man schon vor Jahren im Rahmen der Kampagne “The Faster You Go, The Bigger The Mess” mit Hilfe von schockierenden Videos versucht, Autofahrer vom rasen abzuhalten (vgl. hier). Ähnliches gab es in England, dort wurde sogar ein 30-minütiger Film produziert, der in Schulen gezeigt werden sollte. Die Liste ließe sich wahrscheinlich fortsetzen, aber auch wenn die Kampagnen sich im Medium unterscheiden, in ihrer Professionalität und der Umsetzung, sie haben alle einen gemeinsamen Nenner: sie wollen schockieren und damit Lerneffekte erzeugen.

Ganz anders die Schweizer. Im Schweizer Raum läuft zur Zeit folgender Spot, den sich auch ganz empfindliche Gemüter ansehen können:


Ich bin nicht sicher, ob der Spot die beabsichtigte Wirkung erzeugen kann. Ich vermisse die Botschaft hinter dem Spot. Klar, “Fahr langsam” ist eine klare Botschaft. Aber eine Begründung der Forderung hätte dem Spot ganz gut getan. Und dafür hätten die Macher nur auf ihre  eigene Seite schauen müssen.

Aber: innovative Idee!

Vertragsbedingungen

 Veröffentlicht durch StFeder um 21:22  Allgemeines
Okt 192010
 

Ich setze mich zur Zeit aus verschiedenen Gründen mit diversen Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) auseinander. Der Verzicht auf die sog. “abstrakte Verweisung” ist bei der Auswahl der BU in aller Regel ein Grundsatzkriterium. Nur eine BU, die auf die abstrakte Verweisung verzichtet, ist (von wenigen Ausnahmen abgesehen) ihr Geld wert. Behält sich ein Versicherer das Recht der abstrakten Verweisung vor, so prüft der Versicherer beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit, ob die versicherte Person einen anderen, gleichwertigen Beruf ausüben kann, wobei gleichwertig in den jeweiligen Bedingungen näher definiert ist, oft als ähnlich in Einkommen und sozialem Ansehen. Kritisch ist das in mehrerlei Hinsicht: ob der Versicherer den möglichen Beruf ausüben möchte spielt genausowenig eine Rolle wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Denkbar ist schließlich, dass der Beruf, auf den verwiesen wird auf dem Arbeitsmarkt nicht vorhanden ist oder für den Versicherten aus anderen Gründen nicht wahrnehmbar (Entfernung).

Aus diesem Grund verzichten die meisten Versicherer grundsätzlich auf ihr Recht der abstrakten Verweisung.

Ich hatte vor kurzem einen älteren Vertrag der AachenMünchener (AM) mit Bedingungen vorliegen. In den Bedingungen von diesem Vertrag aus 2004 heißt es:

Berufsunfähigkeit [...] liegt nicht vor, wenn die [...] Person [...] eine andere [...] Tätigkeit ausübt [...]

(Hervorhebungen von mir; kompletter Auszug unten)

Der Abschnitt hat mich im ersten Moment stutzig gemacht. Bei nochmaligem lesen fiel mir allerdings auf, dass hier von keinem Potential die Rede ist, sondern von einer Tatsache. D.h. die AM behält sich hier das Recht vor, auf einen Beruf zu verweisen, den der Versicherte tatsächlich ausübt, nicht jedoch auf einen, den er ausüben könnte. Hier spricht man von “konkreter Verweisung”, die z.Z. kaum ein Versicherer ausschließt.

Beim Prüfen unterschiedlicher Verträge bin ich auch auf ein Angebot der Zurich gestoßen. Sie wirbt auf ihren Infoseiten zur Zeit u.a. mit folgendem [Quelle]:

Kundenfreundliche Bedingungen:

  • [...]
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung in den Berufsgruppen 1 bis 3
  • [...]
  • Organisatorische Hilfe bei Reha-Maßnahmen: Bei Eintritt des Versicherungsfalls organisiert Zurich kostenfrei die Möglichkeit zu einer Rehabilitations- und Berufsberatung durch anerkannte Fachleute
  • [...]

In den Bedingungen von 04/2010, die ebenfalls auf der Seite bereitgestellt werden, findet sich dann jedoch folgendes:

Kann die versicherte Person eine andere ihrer Ausbildung, Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben, liegt keine Berufsunfähigkeit vor“

(Hervorhebungen von mir; kompletter Auszug unten)

Das klingt mir schon eher nach abstrakter Verweisung, denn hier entscheidet laut den Bedingungen das Potential, nicht die tatsächliche Ausübung einer beruflichen Tätigkeit.

Noch krasser ist jedoch, wie sich das Werbeversprechen der “organisatorischen Hilfe” in den Bedingungen wiederfindet:

„Machen wir von der Möglichkeit der Verweisung auf eine vergleichbare, jedoch nicht konkret ausgeübte [...] Tätigkeit Gebrauch, so hat die [...] Person Anspruch auf eine Beratung zu Maßnahmen mit dem Ziel der beruflichen Integration [...]. Die Beratung werden wir [...] mit der Verweisung anbieten.“

Aber immerhin bietet die Zurich dann ausgesprochen großzügig an, dass sie „für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme, längstens jedoch für 36 Monate auf die Leistungsfreiheit“ verzichtet. Man bekommt also während der Phase der “organisatorischen Hilfe” immerhin seine Rente. Natürlich nur, wenn die nicht länger als 36 Monate dauert.

Seltsam dabei finde ich vor allem, dass die BU der Zurich durchweg als eine BU ohne abstrakte Verweisung dargestellt wird. Auch auf von unabhängigen Institutionen (vgl. hier). Entweder verstehe ich hier was falsch oder alle anderen…

Aus der AM (Stand: 01/2004):

§ 1 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

(1) [...] eine Verweisung auf eine vergleichbare Tätigkeit kommt nur dann in Betracht, wenn diese im Sinne von Absatz 4 a) konkret ausgeübt wird (Verzicht auf Abstrakte Verweisung).

[...]

(4) a) Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt nicht vor, wenn die versicherte Person nach Eintritt des in Absatz 1, 2 oder 3 beschriebenen Zustands eine andere, ihrer Ausbildung und Erfahrung sowie bisherigen Lebensstellung entsprechende Tätigkeit ausübt und sie dazu auf Grund ihrer gesundheitlichen Verhältnisse zu mehr als 50% in der Lage ist, (sic!)

Unter der bisherigen Lebensstellung ist die Lebensstellung in finanzieller und sozialer Sicht zu verstehen, die vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung gemäß Absatz 1 oder 2 bestanden hat. Die dabei für die versicherte Person zumutbare Einkommensreduzierung wird von uns je nach Lages des Einzelfalles auf die im Rahmen der höchstrichterlichen Rechtsprechung festgelegte Größe im Vergleich zum jährlichen Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf, vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung, begrenzt.


Aus der Zurich (Stand: 04/2010) (Quelle):

§ 2 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

(1) Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate ununterbrochen außerstande ist, ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war – auszuüben. Kann die versicherte Person eine andere ihrer Ausbildung, Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben, liegt keine Berufsunfähigkeit vor.

[...]

Machen wir von der Möglichkeit der Verweisung auf eine vergleichbare, jedoch nicht konkret ausgeübte berufliche Tätigkeit Gebrauch, so hat die versicherte Person Anspruch auf eine Beratung zu Maßnahmen mit dem Ziel der beruflichen Integration (z. B. Fortbildung, Umschulung, Integrationslehrgänge) durch uns oder durch von uns beauftragte anerkannte Fachleute. Die Beratung werden wir der versicherten Person mit der Verweisung anbieten.


Nimmt die versicherte Person an einer solchen Maßnahme mit dem Ziel der Wiedereingliederung in eine gesundheitlich geeignete neue berufliche Tätigkeit teil, dann verzichten wir für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme, längstens jedoch für 36 Monate auf die Leistungsfreiheit wegen der Verweisung auf eine vergleichbare Tätigkeit, sofern diese nicht konkret ausgeübt wird. Ausgenommen sind Fortbildungen an allgemeinbildenden Schulen. Die Maßnahme muss sobald wie möglich im Anschluss an die Beratung begonnen werden. Für den Zeitraum ab Eintritt der Berufsunfähigkeit im bisherigen Beruf sowie für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme zur beruflichen Integration, längstens jedoch für 36 Monaten, erbringen wir die versicherten Leistungen.

Die wirklich wichtigen Fragen

 Veröffentlicht durch StFeder um 23:59  Allgemeines
Okt 142010
 

Gestern habe ich den Fehler gemacht und einfach ein bisschen durch die Fernsehprogramme geschaltet. Bei sternTV bin ich hängen geblieben. Ich höre ja immer mal wieder davon, dass der Herr Jauch ein guter Journalist sei und die Sendung ganz toll mache. Von ein paar Aussetzern abgesehen. Und Jauch, so habe ich mal gehört, wäre eigentlich auch ein guter Journalist.

Vielleicht war mein Fehler, genau zu der Zeit einzuschalten, als alle Sender ihre Programme wegen dem  Grubenunglück in Chile umstellten. Soweit ich weiß läuft sternTV ja live. Und auch sternTV hatte natürlich einen Reporter vor Ort, der irgendwas über die geretteten Kumpel sagen konnte. Und Jauch hatte, als guter Journalist, natürlich die brandheißen Fragen zur Hand. Die erste Frage lautete kurz und prägnant (sinngemäß): “Wie viele Kumpel sind zur Zeit aus der Grube gerettet?”

Leider gab es ein kleines technisches Problem, so dass man die Antwort des Mannes in Chile nicht von Beginn an hören konnte. Aber immerhin konnte der Mann in Chile die Storys erzählen, die er extra für das Interview vorbereitet hatte (auch wenn keiner danach gefragt hatte). Eine Reaktion von Jauch wegen des Tonausetzers gab es nicht. Die Frage blieb unbeantwortet.

Warum stellt der Herr Jauch eigentlich Fragen, wenn die Antworten scheinbar vollkommen egal sind und der Außenreporter Auslandskorrespondent sowie das erzählt, was er sich vermutlich vorher zurechtgeschrieben hat? Nächste mal wünsche ich mir als Überleitung: “Mal hören was mein Kollege von vor Ort für unsere Sendung vorbereitet hat.” Dann kann der Kollege erzählen und keiner merkt, dass Jauch eigentlich gar keine Fragen hat…

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