StFeder

Neujahresgruß

 Veröffentlicht durch um 14:54  Allgemeines
Mrz 292011
 

Ja, eigentlich ist es ja ein bisschen spät für Grüße dieser Art, aber ich habe noch gefühlt 20 Bilder, zu denen ich einen Blogeintrag machen wollte. Die arbeite ich mal so langsam ab. Und den Anfang machen soll dieser geschmackvolle Neujahresgruß:

Marzipanschwein mit Hut

Es handelt sich hier um ein kleines, knapp 10 Zentimeter hohes Schwein aus (billigem) Marzipan, das eine rote Fliege und einen roten Hut trägt. Schon auf diesem nicht ganz optimalen Foto dürfte unschwer zu erkennen sein, dass man zwar Schwein (mit Fliege) essen kann, der Hut aber aus Plastik ist und daher mindestens schwer verdaulich. Für alle diejenigen, die das aus welchen Gründen auch immer nicht erkennen können, gibt es zum Glück folgenden Hinweis auf der Verpackung:

Marzipanschwein mit Hut (Verpackung)Da steht u.a.:

Hut nicht essbar.

Ich frage mich, wer wohl nicht rechtzeitig bemerkt, dass der Hut nicht essbar ist, wohl aber dann den Hinweis auf der Verpackung entdeckt. Es gibt das ganze übrigens auch als Schornsteinfeger mit dem Hinweis

Leiter nicht essbar.

Warum eigentlich ein Relaunch?!

 Veröffentlicht durch um 15:21  Internes
Mrz 252011
 

Warum eigentlich nicht? Was sprach für das alte Design? Es war zwar funktional, aber weder besonders individuell, noch schön.

Der Hauptgrund für die Umstellung ist, dass das neue Design im Hintergrund extrem viele Möglichkeiten bietet.  Ohne Programmierkenntnisse lässt sich fast alles anpassen. Ich kann hier auf der Seite leider nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten nutzen. Aber für zwei oder drei andere Projekte ist das eine Riesenerleichterung. Wenn alles gut läuft, stell’ ich die vielleicht Mitte des Jahres hier vor.

Und was gibts wirklich Neues?

Fast nichts! Es sieht eigentlich nur anders aus.

Das Zitat der Woche ist bis auf Weiteres verschwunden. Ich hätte zwar eine Idee, die ich gerne mal ausprobieren würde, aber die meisten erinnern sich ja noch daran, wie lang “meine” Wochen in der letzten Zeit waren. Ich vermute, kaum einer wird das vermissen, oder?

Die einzige echte Neuerung ist die Integration einiger Social-Media-Dienste am Ende jedes Beitrags. Ich rechne nicht damit, dass die jemals genutzt werden, aber wirkt zumindest ziemlich “up-to-date”, nicht wahr?!

Ja, das wars dann schon. Für die Nostalgiker hier noch mal ein Screenshot des alten Design:

Das alte Blog-Design

edit 28.03.2011: kurz nach der Umstellung fand man den Hinweis darauf, wieviele Kommentare (Antworten) für einen Beitrag vorhanden sind oben rechts. In alter Tradition ist dieser Hinweis jetzt wieder nach unten links gewandert.

Was ist eigentlich Politik?

 Veröffentlicht durch um 12:48  Allgemeines
Mrz 162011
 

Die Frau, die noch Mitte 2009 deutsche Atomkraftwerke für “grundsätzlich sicher” hielt (vgl. SZ, 08.07.2009), forderte schon am Samstag, einen Tag nach dem Beben in Japan, eine Überprüfung der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke (vgl. FAZ, 12.03.2011). Merkel habe ich immer als sehr bedachte Politikerin wahrgenommen und es hat mich ein bisschen überrascht, dass sie in fast schon guttenberg’schen Aktionismus verfällt. Seltsam vor dem Hintergrund dieser Ankündigung ist ihre Aussage vom Sonntag, in der sie die Sicherheit der deutschen AKW nochmal, wenn auch leicht verklausuliert, unterstrich:

Ich kann heute nicht erkennen, dass unsere Kernkraftwerke nicht sicher sind. Sonst müsste ich sie ja mit meinem Amtseid sofort abschalten.

[Quelle]

Zuerst war ich überrascht.

Gestern wurde ich erleuchtet: die Gültigkeit der Laufzeitverlängerung steht beim Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand (vgl. Deutschlandfunk). Für die CDU wäre es natürlich eine riesen Blamage, sollten die Richter entscheiden, dass die Verlängerung verfassungswidrig ist. Um der Entscheidung zuvorzukommen, hat Merkel die sich bietende Chance schnell genutzt, um den Ausstieg aus dem Ausstieg zu verkünden.

Zwar ist dieses Vorgehen verfassungsrechtlich genauso fragwürdig (vgl. Spiegel) wie die Laufzeitverlängerung, aber Politiker müssen ja schließlich immer mindestens in zwei Richtungen denken: es reicht nicht aus, “guter” Politiker zu sein, man muss auch die eigene Macht sichern.

Egal wie fragwürdig das Vorgehen der Bundesregierung zur Zeit sein mag: momentan ist das Ende der Laufzeitverlängerung auch mit der CDU denkbar. Die Frage ist, wem das am Ende als Verdienst angerechnet werden wird. Das Angela Merkel ihr eigenes (verfassungsrechtlich bedenkliches) Gesetz jetzt selber in Frage stellt, könnte sich am Ende als genialer Schachzug erweisen. Nämlich genau dann, wenn sie es schafft über die Medien die Botschaft zu vermitteln, dass sie den Atomausstieg angestoßen hat.

Sie muss es nur schaffen, dass dabei vergessen wird, dass sie es war, die ihn vorher kassiert hat…

Das ist Politik.

E10

 Veröffentlicht durch um 14:18  Allgemeines
Mrz 072011
 

Gestern im Auto habe ich Nachrichten gehört. Jetzt wo Guttenberg weg ist, kann man ja mal endlich über  E10 reden. Topmeldung: irgendwer behauptet, E10 schade allen Autos, nicht nur den alten. Eigentlich war die Reaktion der Autohersteller auf diese Meldung klar:

Wir haben das schon lange getestet und daraufhin die Listen rausgegeben, welche Automobile den E10-Kraftstoff tanken dürfen und welche nicht.

Eine andere Reaktion ist gar nicht möglich, denn die Listen [1] sind seit Monaten online! Kurioserweise kam aber von Seiten der Autoindustrie, zumindest laut meinem Radiosender, eine ganz andere Reaktion. Angeblich hätten “die Autohersteller” sinngemäß folgendes gesagt:

Wir müssen die Verträglichkeit von E10 für die Kraftfahrzeuge überprüfen.

Hm, eine neue Kraftstoffsorte wird auf den Markt gebracht, Autohersteller bescheinigen die Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge mit dem Kraftstoff, der Kraftstoff wird (wenn auch scheinbar wenig) getankt und dann kommen Zweifel auf und die Hersteller sagen: wir müssen das prüfen?! Auf welcher Grundlage haben die denn vorher die Listen erstellt, auf die man sich verlassen sollte?

 

Und wer immer noch sagt…

 Veröffentlicht durch um 15:27  Allgemeines
Mrz 022011
 

…die böse Oposition hätte ja nur so lange gesucht, bis man irgendwas gegen ihn gefunden hätte:

Eigentlich hätte das alles schon viel früher kommen müssen. Denn: “Wer hoch stapelt, kommt ganz nach oben” auf Telepolis.

Und das weiß man nicht erst seit heute: ein Beitrag von zapp im NDR ist seit dem 12.02.2009 bei youtube zu sehen. Und zwar hier. Oder wer zapp nicht mag, kann auch einen Beitrag von Panorama anschauen, auch bei youtube, hier.

edit: schön auf den Punkt gebracht auch hier.

…Deutschland verliere seinen “einzigen” guten Politiker:

was war mit der Kundus-Affäre oder Gorch Fock? Wers schon vergessen hat: bei zapp kann man es noch mal nachlesen oder anschauen und zwar hier. Natürlich ist auch das nicht neu, über Guttenbergs Umgang mit der Gorch Fock Affäre wundert man sich schon minestens seit März 2010, unter anderem hier.

Nicht uninteressant ist übrigens auch der hier: Die “Hitler-Guttenberg Parallelen” beim Schweiz Magazin.

Freiherr opfert sich

 Veröffentlicht durch um 14:21  Allgemeines
Mrz 012011
 

Was für ein Abgang! Deutschland hat seit heute einen Märtyrer!

Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens

Er hatte sehr hohe Erwartungen an sich selbst. So hohe, dass er sie am Ende selber nicht mehr erfüllen konnte.

Ich gehe ihn [den Weg des Rücktritts, StFeder] nicht nur wegen der Diskussion über meine Doktorarbeit, sondern auch wegen der Frage, ob ich die Ansprüche , die ich selbst an mich stelle, noch erfüllen kann.

Wahrscheinlich waren seine Ansprüche so hoch, weil er seine Position nicht wegen des Geldes, der Macht oder des Ansehen liebte, sondern weil sein Herz daran hing.

Manch einer mag fragen, warum dieser Schritt erst jetzt erfolgt. Niemand wird das Amt freiwillig aufgeben wollen, an dem das Herz hängt.

Und er ist ja nicht nur Politiker, er ist auch Mensch. Wie konnten das alle nur vergessen?

Abschließend ein Satz, der für einen Politiker ungewöhnlich klingen mag: …

Und als Mensch, da darf man auch mal Schwäche zeigen. Wir sind ja alle Menschen. Er hätte so gerne gekämpft. Aber am Ende konnte er nicht mehr kämpfen. Er hatte das Ende seiner Kräfte erreicht.

… Ich war immer bereit zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.

Man möchte ihn in den Arm nehmen. Er war doch ein so guter Mann. Wenn er nur nicht so hohe Ansprüche an sich selber hätte, wenn nur nicht so schwer hätte kämpfen müssen, wenn sein Herz nicht so sehr an der Sache gehangen hätte.Guttenberg

————————-
zitiert nach Spiegel Online

Enttäuschte Erwartungen

 Veröffentlicht durch um 00:51  Allgemeines
Feb 282011
 

Vor kurzem war ich zufällig in einem Bose-Store. Bose, dass sind die, die in der Prisma und der ADAC regelmäßig Werbung machen. Seit gefühlten 20 Jahren immer damit, dass sie einen Radiowecker anbieten, der in etwa die Größe von zwei aufeinandergelegten 500-Blatt-DIN A4 Papierpacken hat (toller Vergleich, oder?), aber so klingen soll wie ein live-Orchester. Ich bin kein Fan von Bose. Als ich den Laden betrat, war zufällig ein Zeitpunkt erreicht, an dem irgendeine Vorführung stattfinden sollte. Ich war vor Jahren mal auf einer Bose-Vorführung auf der Cebit und fand die recht unterhaltsam. Ich nahm daher die Gelegenheit war und sah mir die “Show” an.

Und siehe da: nach Jahren immer noch der gleiche Showroom. Ein kleines Kino mit Platz für 20-30 Mann, ein Flachbildfernseher und im Raum verteilt große, an der Wand hängende Kisten (nicht ganz Wasserkastengröße). Da wurden Erinnerungen wach. Schon bei der Cebit-Veranstaltung hingen diese Kisten da, und der “Showmaster” suggerierte dem Publikum damals, dass seien Boxen. “Bose geht weg von immer kleiner und baut wieder große Boxen”. Am Ende der damals beeindruckenden Soundshow nahm der Mitarbeiter die Boxen von der Wand und dahinter verbargen sich winzig kleine Satelliten. Eine perfekt Verkaufsshow!

Und jetzt wieder genau das gleiche. Leider konnte ich mich schon bei den ersten Tönen ein bisschen wundern: die Bässe waren zwar relativ kraftvoll, dröhnten aber leicht. Wenn das schon im perfekt eingerichteten Showroom passiert, wie soll das dann erst zu Hause sein.

Gegen Ende der Show wurden dann alle meine Erwartungen enttäuscht. Wieder wurden die großen Boxen von der Wand entfernt. Aber diesmal war nichts dahinter. Alle Boxen (angeblich 6 Stück, wenn ich mich recht erinnere) sind in den Fernseher integriert. Eine perfekte Illusion. Man dachte wirklich, man würde von einer Heimkinoanlage mit Subwoofer und mindestens 4 Satelliten unterhalten.

Ich muss sagen, die Vorführung hat mich echt beeindruckt. Ich hatte schon mal davon gehört, dass sogenannte “Soundbars”, bei denen ein komplexer Lautsprecher Surroundsound simulieren soll, tatsächlich gut funktionieren sollen. Aber das ganze in einen Fernseher einzubauen, scheint mir noch mal eine Nummer spektakulärer (obwohl es eigentlich nur der nächste logische Schritt ist…).

Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwiefern der kleine Kinoraum das Erlebnis beeinflusst hat und ob sich das zu Hause ähnlich gut reproduzieren lassen würde, aber hätte ich meine 7.000,- € nicht gerade in einen schicken Zimmerbrunnen fürs Gästezimmer investiert: ich hätte mir einen Fernseher mitgenommen. Dazu bietet er ein mindestens innovatives Bedienkonzept. Da wirkte es noch nicht mal übertrieben, als der “Showman” von einem “revolutionären Produkt” sprach.

Werbebeilage

 Veröffentlicht durch um 23:59  Allgemeines
Feb 232011
 

Neulich bei uns im Wochenend-Werbeblättchen fand ich neben etlichen anderen eine Werbebeilage für eine Beratung zu Photovoltaikanlagen. Aufgefallen ist sie mir aus zwei Gründen:

1. weil sie aussah wie ein Flyer von der Dorfgemeinschaft: billiges DIN A4-Papier, zweiseitig bedruckt und
2. weil ganz am Ende einer einseitigen Argumentation für Photovoltaikanlagen nicht nur die Rechtschreib-, Grammatik- und Formatierungsfehler so aufdringlich wurden, dass man sie nicht mehr ausblenden konnten, sondern auch, weil man sich beim letzten Argument für Photovoltaikanlagen echt fragen musste, ob das alles eine (schlecht gemachte) Satire ist:

Ist Ihnen vielleicht schon mal aufgefallen auf welchen Gebäuden man sehr häufig Photovoltaikanlagen sieht?

Es sind landwirtschaftliche Betriebe, die Photovoltaikanlagen, Windkrafträder etc. betreiben und damit die Natur für sich arbeiten lassen. So viele Bauern können sich nicht täuschen, das man mit einer Photovoltaikanlage Geld verdienen kann das können Sie auch.

Von “Bauern” zu schreiben würde eigentlich für Satire sprechen, denn sonst würde man, um diesem schwachsinnigen Argument ein bisschen Ernsthaftigkeit zu verleihen, doch wohl eher von “Landwirten” sprechen.

Ich habe mir dann auch noch schnell die Webseite angeschaut, auf die auf dem Flyer hingewiesen wird. Ich finde, die spricht auch für die Idee, dass es sich um einen missglückten Versuch handelt, satirisch zu sein: www.sunshine-produkt.de.

Gästebucheintrag

 Veröffentlicht durch um 18:23  Allgemeines
Feb 202011
 

Vor kurzem habe ich von einer neueröffneten Discothek in Düren gehört, dem “Abraxxass”. Eine Disco der gleichen Betreiber gibt es schon etwas länger in Zülpich. Aufgrund einiger positiven Berichte habe ich mir mal die Seite von denen angesehen und war überrascht ein perfekt moderiertes Gästebuch zu finden, in dem das Abraxxass-Team auf alle Einträge reagiert. Gestolpert bin ich beim überfliegen über folgenden Eintrag:

Sezgin

Hey Abraxxass – Team ich hab da mal ne Frage , die mich sehr interessiert.

Es ist schon bekannt , dass Abraxxass sehr empfindlich ist , wenn es darum geht , Leute mit Migrationshintergrund in den Club zu lassen . In Zülpich werden viele noch reingelassen , aber in Düren garkeine mehr ? Ist das kein Anzeichen von Rassismus ? Wenn 10 Deutsche in den Club gehen (Jungs) kommen alle rein , aber wenn 3 Ausländer rein wollen , heißt es : Als Gruppe kommt ihr hier nicht rein . Das finde ich eine Unverschämtheit . Abraxxass soll auf den Boden bleiben und nicht einen auf Business machen .. Letzt endlich ist Abraxxass nicht so groß wie Rakkas..

Interessant an der Frage ist vor allem die scheinbare Einstellung, dass das von Sezgin beschriebene Verhalten bei großen Discotheken scheinbar anders zu bewerten ist. Aber das lasse ich mal unkommentiert im Raume stehen.

Erstmal wundere ich mich, dass der Eintrag überhaupt freigeschaltet wurde, denn der Vorwurf ans Abbraxxas ist höchst kritisch. Diese Offenheit spricht zunächst mal fürs Abraxxass. Vorausgesetzt die Fakten stimmen (Ausländergruppen werden nicht reingelassen), dann ist die Frage von Sezgin natürlich berechtigt. Interessanterweise gibt es auch eine Antwort vom Abraxxass-Team auf seine Anfrage.

Abraxxass Team:
Lieber Sezgin,

wir denken nicht, dass man uns Rassismus vorwerfen kann, da unsere beiden Chefs türkischer Herkunft sind!

Bis hier hin ist ja alles logisch, oder?! Wenn also jemand “rassistisch” handelt und er selber (oder sein Chef) zur potentiell diskriminierten Gruppe gehört, dann, so offenbar die Abraxxass-Logik, kann die Handlung nicht als rassistisch bezeichnet werden. Aber es wird noch besser:

Die Erfahrung hat uns aber gezeigt, das Gruppen mit Migrationshintergrund ein höheres Konfliktpotenzial haben, wenn sie nicht in Damenbegleitung kommen. Da spielt auch die Größe des Clubs keine Rolle. Es ist Firmenpolitik, das Abraxxass konfliktfrei zu halten, daher ergeben sich unsere Einlaßkriterien.
Mit Deiner oder einer Freundin bist du ein gern gesehener Gast.
Dein Abraxxass Team

Hm, jetzt wirds seltsam. Das “Gruppen mit Migrationshintergrund ein höheres Konflliktpotential haben” scheint die Wahrnehmung der Abraxxass-Mitarbeiter zu sein.

Ein Blick in die allwissende Wikipedia unter dem Stichwort “Rassimus” verrät folgendes:

Rassische Diskriminierung versucht typischerweise, auf (projizierte) phänotypische und davon abgeleitete persönliche Unterschiede zu verweisen.

Nochmal schnell zusammengefasst: Ins Abraxxass kommen grob gesagt scheinbar keine Leute mit wahrgenommenen “Migrationshintergrund”, wenn sie in Gruppen ohne Frauen auftauchen. Den Migrationshintergrund können die Türsteher eigentlich nur an Merkmalen festmachen, die man sehen (Hautfarbe) oder vielleicht hören (Akzent) kann, also an phänotypischen Merkmalen. Erkennen sie diese Merkmale, leiten sie davon ein erhöhtes Konfliktpotential (einen persönlichen Unterschied) ab.

Hier hat sich das Abraxxass mit der Offenheit im Gästebuch wohl ein Eigentor geschossen…

Erfahrungen mit dem Kundendienst…

 Veröffentlicht durch um 12:55  Allgemeines
Dez 062010
 

… der ASEAG (und Rheinlandbus und TAETER Aachen)

Heute stand ich eine Dreiviertelstunde an einer Bushaltestelle und wartete auf einen Bus. Dann rief ich die Hotline der ASEAG an, um zu fragen, ob sich das warten noch lohnt und ob ggf. der Nachfolgebus noch kommen wird. Dort bat man mich kurz warten. Nach einer kurzen Wartezeit meldet sich mein Gesprächspartner wieder und teilt mir mit die zuständige Hotline sei im Moment besetzt. Er könne mir aber die Nummer geben, dann könne ich selber dort anrufen.

Ich rufe also selber dort an. Und höre die Ansage, die ASEAG habe neue Rufnummer und ich nutze eine alte. Also auf die Homepage geschaut. OK, das sein Unternehmen neue Nummern hatte, konnte der Mitarbeiter an der Hotline wirklich noch nicht wissen. Die neuen Nummern gibt es erst seit Juni 2009.

Also die neue Nummer gewählt. Nein, diese Linie bediene nicht die ASEAG. Da müsse ich mal bei Rheinlandbus Aachen anrufen. Immerhin gab man mir die Nummer.

Ich hatte beim Rheinlandbus Mitarbeiter ganz knapp die Chance mein Anliegen zu umreißen, da hing ich nach einem kurzem “Einen Moment bitte” in einer Warteschleife, aus der ich nach ca. zwei Minuten warten mit einem Besetztzeichen rausgeworfen wurde. Bei meinem zweiten Versuch hatte ich einen anderen Mitarbeiter am Apparat, der sich natürlich nicht erklären konnte, warum ich aus der Leitung geflogen bin. Nachdem ich mein Anliegen offenbart hatte, offenbarte er mir wiederum, dass sie diese Linie gar nicht befahren würden, dafür sei Taeter Aachen zuständig.

Diesmal habe ich mir die Hotline selber rausgesucht und hatte auch schnell einen freundlichen Taeter Mitarbeiter am Telefon. Der versprach die Sache zu klären und mich schnell zurückzurufen.

Zwei Minuten später der Rückruf. Der Bus sei mit 20 Minuten Verspätung in Aachen angekommen. Da er unmittelbar vor meiner Haltestelle seinen Startpunkt hatte, konnte er dort noch keine Nennenswerte Verspätung haben. Ich habe Zeugen dafür, dass ich vier Minuten vor der Planmäßigen Abfahrt des Buses an meiner Haltestelle war. Genau zu der Zeit, an der ich an meiner Haltestelle ankam, hätte der Bus nach einer längeren Pause an der 2 km entfernten Haltestelle losfahren sollen.

Es ist mir ein Rätseln, wie es sein kann, dass der Bus(fahrer) an mir vorbei gefahren sein kann, ohne dass er mich und ohne dass ich ihn gesehen habe. Und ehe jemand kommt und irgendwas von schlechtem Wetter erzählt: das ist schon das zweite mal, dass der TAETER-Bus nicht kommt.

Interessant übrigens der Lösungsvorschlag des TAETER Mitarbeiters: Nach 20 Minuten Wartezeit an der Haltestelle (also 20 Minuten Verspätung des Busses) darf man sich ein Taxi rufen und TAETER die Rechnung schicken. Die zahlen dann. Aber maximal 20,- €. Und nur wenn die interne Prüfung ergibt, dass die Verspätung nicht auf Wetterverhältnisse, Unfälle oder andere Verkehrsbehinderungen, die das AVV-Mitglied nicht zu vertreten hat, zurückzuführen sind.

Andersherum: wenn ich mir ein Taxi rufe, weil der Bus nicht kommt, täte ich gut daran, vorher mal die komplette Strecke des Busses abzugehen, um zu schauen, ob der Bus theoretisch hätte kommen können. Und dann sichere ich am besten alle Beweise, die auf Verschulden der Gesellschaft hindeuten, falls die interne Prüfung am Ende doch rausfindet, dass irgendwo eine Baustelle war, die der Bus unmöglich überwinden konnte.

Edit: Heute hatte ich abermals ein Telefonat mit einer “Bushotline”. Die Mobilitätsgarantie ist doch etwas besser, als von mir (und dem TAETER-Mitarbeiter) dargestellt. Sie übernimmt NRW-weit Taxikosten bis 20,- €, wenn ein Bus mehr als 20 Minuten Verspätung hat und die Verspätung nicht auf Streik, Unwetter, Naturgewalten oder Bombendrohungen zurückzuführen ist. Und das Antragsformular wirkt relativ unbürokratisch. Nähere Infos dazu hier.

Verkehrserziehung mal anders

 Veröffentlicht durch um 23:59  Allgemeines
Okt 212010
 

Gestern hatte ich die Gelegenheit ein wenig vom Schweizer Fernsehprogramm sehen zu können. Auch Werbung.

Zur Zeit läuft in der Schweiz eine Kampagne gegen zu schnelles Autofahren. Ist ja eigentlich nichts neues. Man kennt solche und ähnliche Plakate ja aus allen Ländern. In Belgien läuft aktuell eine, wie ich finde, recht originelle Plakatkampagne gegen die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer:

Quelle: http://brf.be/nachrichten/national/118947/

In Deutschland sieht man aktuell Plakate von Autos nach einem Wildunfall und in Australien hat man schon vor Jahren im Rahmen der Kampagne “The Faster You Go, The Bigger The Mess” mit Hilfe von schockierenden Videos versucht, Autofahrer vom rasen abzuhalten (vgl. hier). Ähnliches gab es in England, dort wurde sogar ein 30-minütiger Film produziert, der in Schulen gezeigt werden sollte. Die Liste ließe sich wahrscheinlich fortsetzen, aber auch wenn die Kampagnen sich im Medium unterscheiden, in ihrer Professionalität und der Umsetzung, sie haben alle einen gemeinsamen Nenner: sie wollen schockieren und damit Lerneffekte erzeugen.

Ganz anders die Schweizer. Im Schweizer Raum läuft zur Zeit folgender Spot, den sich auch ganz empfindliche Gemüter ansehen können:


Ich bin nicht sicher, ob der Spot die beabsichtigte Wirkung erzeugen kann. Ich vermisse die Botschaft hinter dem Spot. Klar, “Fahr langsam” ist eine klare Botschaft. Aber eine Begründung der Forderung hätte dem Spot ganz gut getan. Und dafür hätten die Macher nur auf ihre  eigene Seite schauen müssen.

Aber: innovative Idee!

Vertragsbedingungen

 Veröffentlicht durch um 21:22  Allgemeines
Okt 192010
 

Ich setze mich zur Zeit aus verschiedenen Gründen mit diversen Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) auseinander. Der Verzicht auf die sog. “abstrakte Verweisung” ist bei der Auswahl der BU in aller Regel ein Grundsatzkriterium. Nur eine BU, die auf die abstrakte Verweisung verzichtet, ist (von wenigen Ausnahmen abgesehen) ihr Geld wert. Behält sich ein Versicherer das Recht der abstrakten Verweisung vor, so prüft der Versicherer beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit, ob die versicherte Person einen anderen, gleichwertigen Beruf ausüben kann, wobei gleichwertig in den jeweiligen Bedingungen näher definiert ist, oft als ähnlich in Einkommen und sozialem Ansehen. Kritisch ist das in mehrerlei Hinsicht: ob der Versicherer den möglichen Beruf ausüben möchte spielt genausowenig eine Rolle wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Denkbar ist schließlich, dass der Beruf, auf den verwiesen wird auf dem Arbeitsmarkt nicht vorhanden ist oder für den Versicherten aus anderen Gründen nicht wahrnehmbar (Entfernung).

Aus diesem Grund verzichten die meisten Versicherer grundsätzlich auf ihr Recht der abstrakten Verweisung.

Ich hatte vor kurzem einen älteren Vertrag der AachenMünchener (AM) mit Bedingungen vorliegen. In den Bedingungen von diesem Vertrag aus 2004 heißt es:

Berufsunfähigkeit [...] liegt nicht vor, wenn die [...] Person [...] eine andere [...] Tätigkeit ausübt [...]

(Hervorhebungen von mir; kompletter Auszug unten)

Der Abschnitt hat mich im ersten Moment stutzig gemacht. Bei nochmaligem lesen fiel mir allerdings auf, dass hier von keinem Potential die Rede ist, sondern von einer Tatsache. D.h. die AM behält sich hier das Recht vor, auf einen Beruf zu verweisen, den der Versicherte tatsächlich ausübt, nicht jedoch auf einen, den er ausüben könnte. Hier spricht man von “konkreter Verweisung”, die z.Z. kaum ein Versicherer ausschließt.

Beim Prüfen unterschiedlicher Verträge bin ich auch auf ein Angebot der Zurich gestoßen. Sie wirbt auf ihren Infoseiten zur Zeit u.a. mit folgendem [Quelle]:

Kundenfreundliche Bedingungen:

  • [...]
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung in den Berufsgruppen 1 bis 3
  • [...]
  • Organisatorische Hilfe bei Reha-Maßnahmen: Bei Eintritt des Versicherungsfalls organisiert Zurich kostenfrei die Möglichkeit zu einer Rehabilitations- und Berufsberatung durch anerkannte Fachleute
  • [...]

In den Bedingungen von 04/2010, die ebenfalls auf der Seite bereitgestellt werden, findet sich dann jedoch folgendes:

Kann die versicherte Person eine andere ihrer Ausbildung, Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben, liegt keine Berufsunfähigkeit vor“

(Hervorhebungen von mir; kompletter Auszug unten)

Das klingt mir schon eher nach abstrakter Verweisung, denn hier entscheidet laut den Bedingungen das Potential, nicht die tatsächliche Ausübung einer beruflichen Tätigkeit.

Noch krasser ist jedoch, wie sich das Werbeversprechen der “organisatorischen Hilfe” in den Bedingungen wiederfindet:

„Machen wir von der Möglichkeit der Verweisung auf eine vergleichbare, jedoch nicht konkret ausgeübte [...] Tätigkeit Gebrauch, so hat die [...] Person Anspruch auf eine Beratung zu Maßnahmen mit dem Ziel der beruflichen Integration [...]. Die Beratung werden wir [...] mit der Verweisung anbieten.“

Aber immerhin bietet die Zurich dann ausgesprochen großzügig an, dass sie „für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme, längstens jedoch für 36 Monate auf die Leistungsfreiheit“ verzichtet. Man bekommt also während der Phase der “organisatorischen Hilfe” immerhin seine Rente. Natürlich nur, wenn die nicht länger als 36 Monate dauert.

Seltsam dabei finde ich vor allem, dass die BU der Zurich durchweg als eine BU ohne abstrakte Verweisung dargestellt wird. Auch auf von unabhängigen Institutionen (vgl. hier). Entweder verstehe ich hier was falsch oder alle anderen…

Aus der AM (Stand: 01/2004):

§ 1 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

(1) [...] eine Verweisung auf eine vergleichbare Tätigkeit kommt nur dann in Betracht, wenn diese im Sinne von Absatz 4 a) konkret ausgeübt wird (Verzicht auf Abstrakte Verweisung).

[...]

(4) a) Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt nicht vor, wenn die versicherte Person nach Eintritt des in Absatz 1, 2 oder 3 beschriebenen Zustands eine andere, ihrer Ausbildung und Erfahrung sowie bisherigen Lebensstellung entsprechende Tätigkeit ausübt und sie dazu auf Grund ihrer gesundheitlichen Verhältnisse zu mehr als 50% in der Lage ist, (sic!)

Unter der bisherigen Lebensstellung ist die Lebensstellung in finanzieller und sozialer Sicht zu verstehen, die vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung gemäß Absatz 1 oder 2 bestanden hat. Die dabei für die versicherte Person zumutbare Einkommensreduzierung wird von uns je nach Lages des Einzelfalles auf die im Rahmen der höchstrichterlichen Rechtsprechung festgelegte Größe im Vergleich zum jährlichen Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf, vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung, begrenzt.


Aus der Zurich (Stand: 04/2010) (Quelle):

§ 2 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

(1) Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens 6 Monate ununterbrochen außerstande ist, ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war – auszuüben. Kann die versicherte Person eine andere ihrer Ausbildung, Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben, liegt keine Berufsunfähigkeit vor.

[...]

Machen wir von der Möglichkeit der Verweisung auf eine vergleichbare, jedoch nicht konkret ausgeübte berufliche Tätigkeit Gebrauch, so hat die versicherte Person Anspruch auf eine Beratung zu Maßnahmen mit dem Ziel der beruflichen Integration (z. B. Fortbildung, Umschulung, Integrationslehrgänge) durch uns oder durch von uns beauftragte anerkannte Fachleute. Die Beratung werden wir der versicherten Person mit der Verweisung anbieten.


Nimmt die versicherte Person an einer solchen Maßnahme mit dem Ziel der Wiedereingliederung in eine gesundheitlich geeignete neue berufliche Tätigkeit teil, dann verzichten wir für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme, längstens jedoch für 36 Monate auf die Leistungsfreiheit wegen der Verweisung auf eine vergleichbare Tätigkeit, sofern diese nicht konkret ausgeübt wird. Ausgenommen sind Fortbildungen an allgemeinbildenden Schulen. Die Maßnahme muss sobald wie möglich im Anschluss an die Beratung begonnen werden. Für den Zeitraum ab Eintritt der Berufsunfähigkeit im bisherigen Beruf sowie für die Dauer der Teilnahme an der Maßnahme zur beruflichen Integration, längstens jedoch für 36 Monaten, erbringen wir die versicherten Leistungen.

Die wirklich wichtigen Fragen

 Veröffentlicht durch um 23:59  Allgemeines
Okt 142010
 

Gestern habe ich den Fehler gemacht und einfach ein bisschen durch die Fernsehprogramme geschaltet. Bei sternTV bin ich hängen geblieben. Ich höre ja immer mal wieder davon, dass der Herr Jauch ein guter Journalist sei und die Sendung ganz toll mache. Von ein paar Aussetzern abgesehen. Und Jauch, so habe ich mal gehört, wäre eigentlich auch ein guter Journalist.

Vielleicht war mein Fehler, genau zu der Zeit einzuschalten, als alle Sender ihre Programme wegen dem  Grubenunglück in Chile umstellten. Soweit ich weiß läuft sternTV ja live. Und auch sternTV hatte natürlich einen Reporter vor Ort, der irgendwas über die geretteten Kumpel sagen konnte. Und Jauch hatte, als guter Journalist, natürlich die brandheißen Fragen zur Hand. Die erste Frage lautete kurz und prägnant (sinngemäß): “Wie viele Kumpel sind zur Zeit aus der Grube gerettet?”

Leider gab es ein kleines technisches Problem, so dass man die Antwort des Mannes in Chile nicht von Beginn an hören konnte. Aber immerhin konnte der Mann in Chile die Storys erzählen, die er extra für das Interview vorbereitet hatte (auch wenn keiner danach gefragt hatte). Eine Reaktion von Jauch wegen des Tonausetzers gab es nicht. Die Frage blieb unbeantwortet.

Warum stellt der Herr Jauch eigentlich Fragen, wenn die Antworten scheinbar vollkommen egal sind und der Außenreporter Auslandskorrespondent sowie das erzählt, was er sich vermutlich vorher zurechtgeschrieben hat? Nächste mal wünsche ich mir als Überleitung: “Mal hören was mein Kollege von vor Ort für unsere Sendung vorbereitet hat.” Dann kann der Kollege erzählen und keiner merkt, dass Jauch eigentlich gar keine Fragen hat…

Zitat der Woche

 Veröffentlicht durch um 17:10  Zitat der Woche
Okt 142010
 

Manchmal gelingt es, Probleme zu lösen, ohne das man wirklich weiß, warum. Besonders im pädagogischen Kontext sind die Wirkungszusammenhänge so schwer zu fassen, dass man oft (und meistens unbewusst) blind handelt. Und sich dann am Ende wundert, dass die schönen Ziele irgendwie nicht erreicht werden konnten. Kein Wunder, dass es ein Pädagoge war, der in den 70er-Jahren schrieb:

Wer nicht weiß, wohin er will,
braucht sich nicht zu wundern, wenn er ganz woanders ankommt!

Einmal aufmachen bitte

 Veröffentlicht durch um 15:28  Allgemeines
Sep 082010
 

Heute klingelt es an meiner Tür:

Hallo, hier ist die Telekom. Einmal aufmachen bitte.

Oh, die Telekom. Ich gehe runter und öffne die Türe.

Hallo Herr xy. Diesmal kommen wir zu zweit.

Vor meiner Türe stehen ein Mann um die vierzig in schwarzem Outfit und eine jüngere Frau im Freizeitoutfit. Gut, dass der Herr mich nicht mit meinem Namen angesprochen hat, will ich ihm verzeihen. Aber dass er sich als die Telekom ausgibt, obwohl er weder die Telekom ist (ich habe sie mir zumindest immer anders vorgestellt) noch bei ihr angestellt ist finde ich irgendwie frech. Er ist doch nur einfacher Vertriebspartner. Wie ich darauf komme? Er ist der dritte seiner Art in den letzten eineinhalb Monaten.

Übrigens war ich selber einmal nicht zu Hause, als “die Telekom” hier bei mir war. Dafür aber jemand anders, der in gutem Glauben einen Vertrag unterschrieben hat. Unsere Internetverbindung sollte dadurch schneller werden und wir sollten 5 Euro sparen. Achja und laut Formular hätten wir zwar immer noch kein ISDN bekommen, wohl aber einen NTBA. Jetzt weiß ich auch, warum die Leute aus den Drückerkolonnen der Vertriebspartner nicht bei der Telekom angestellt sind.

Achja, anstatt 5 Euro zu sparen, hätte uns das neue Paket 5 Euro mehr gekostet. Und weil wir schon vorher den schnellstmöglichen DSL-Anschluss hatten,  hätte wir nichts gewonnen. Naja, außer dem Entertainpaket. Das war nämlich das uns verkaufte Paket. Leider können wir Entertain aufgrund der technischen Einrichtungen im Gebäude nur nutzen, wenn wir Kabel quer durchs ganze Haus legen.

Zum Glück gibts den Widerruf. Und die Mitarbeiter der Telekom an der Hotline waren sogar freundlich und darüber hinaus auch kompetent. Den NTBA haben wir jetzt natürlich auch nicht bekommen.

Keine Ahnung, ob der heute klingelnde Mensch mit ähnlicher Inkompetenz hätte glänzen können. Nachdem er mir kurz erläutert hat, dass er wegen der gleichen Dinge kommt, wie seine zwei Kollegen vorher, habe ich ihn gebeten zu gehen.

OK, wir melden uns bei Ihnen.

Meine Bitte, darauf zu verzichten hat er grinsend abgelehnt. Mein Nachbar stand neben mir und bat den Herrn, das Klingeln bei ihm direkt zu lassen.

Ok, dann melden wir uns bei Ihnen auch.

Laut mit seiner Partnerin palavernd zog er davon. Ich bin schon gespannt, wann wir das nächste mal von ihm hören…

Werbung

 Veröffentlicht durch um 12:10  Tanzen
Sep 042010
 

Bald ist es wieder so weit, daher hier ein bisschen Werbung in eigener Sache:

Flyer

Nähere Infos unter www.tanzen-erft-rur.de

Neulich Abend

 Veröffentlicht durch um 23:59  Allgemeines
Jul 212010
 

Neulich Abend waren wir auf dem Weg vom Essen nach Hause. Wir waren zu viert im Aut0. Ich saß hinten. Es klang für mich wie nebenbei bemerkt als der Fahrer an einer Kreuzung, an der wir rechts abbiegen mussten meinte “Was ist das denn” und dann links abbog.

Wir fuhren eine Straße rauf, an der in unserer Fahrtrichtung links Parktaschen waren. In einer dieser Parktaschen lag ein Motorrad (oder ein Roller). Und wenig davon entfernt ein Mann. Mit dem Gesicht in seinem Blut. Und noch keiner war da. Wir hielten an. Die Aufgabenteilung war für mich ziemlich schnell klar: wir hatten eine Krankenschwester dabei und eine nach meinem Wissen mit solidem Wissen ausgestattete Ersthelferin. Also stieg ich zwar aus, blieb aber zurück. Die “Ersthelferin” rief sofort den Rettungsdienst. Zwischenzeitlich kam ein Radfahrer dazu, von dem ich glaube, dass er der hiesige Hausarzt ist.

Der Motorradfahrer lag einigermaßen stabil auf der Seite und stöhnte wie ein verletzter Volltrunkener (die Krankenschwester erklärte mir nachher, dass seien die normalen “Laute” einer unter Schock stehenden Person). Dann wurde es auf einmal hektisch: ein Auto mit Anhänger hielt an, eine junge Frau stieg aus und musste sich sichtlich anstrengen ruhig zu bleiben. Gelegentlich war sie kurz davor, die Beherrschung zu verlieren: es war die Tochter. Außerdem waren zwei weitere Personen im Auto. Eine davon war mutmaßlich die Ehefrau (so die Einschätzung meiner Mitfahrer; ich selber bin diesbezüglich unsicher). Sofort übernahmen sie das Zepter. Kümmerten sich irgendwie leicht unbeholfen um den Verletzten.

Der komischste Moment: die Tochter ruft:

Seitenlage! Mach mal Seitenlage! — Ihr habt doch alle den Führerschein!

Kurz nachdem die Forderung nach stabiler Seitenlage im Raum stand, war das Ziel der im Auto angereisten Familie des Verletzten, den Verletzten möglichst schnell ohne Rettungswagen weg zu bringen. Die Frau bat uns energisch den Krankenwagen abzubestellen, was auch problemlos möglich war. Sie alle seien Familienmitglieder und kümmerten sich jetzt darum. Dann haben die den Verletzten irgendwie ins Auto verfrachtet und weggefahren. Das Zweirad des Verletzten wurde auch sofort von einem der Autoinsassen weggefahren. Und schon standen wir alleine da. Nummernschilder haben wir vorsorglich mal notiert.

Mein Bedarf an (skurrilen) Notruf-Situationen ist damit für diesen Monat fürs erste gedeckt…

Neulich Nacht

 Veröffentlicht durch um 12:19  Allgemeines
Jul 162010
 

Es war zwischen 5 und 6 Uhr morgens und ich schlief in dieser heißen Sommernacht, als in dem großen Mietgebäude vier mal ein lauter Hilfeschrei zu hören waren gefolgt von einem lauten, massiven Klirren, das mich aus dem Schlaf riss. Meiner Einschätzung nach entweder das Klirren eines Stapels mit mindestens 10 Speisetellern oder das Einschlagen einer (Gebäude-)Fensterscheibe. Dann Ruhe. Der Schreck saß in allen Gliedern. Man konnte nicht genau zuordnen, ob die Schreie und das Klirren von drinnen oder draußen kamen. Es schien aber relativ nah zu sein.

Innerhalb der folgenden Minute wieder ein ebenso lautes, massives Klirren. Dann Ruhe. Alleine in dem Haus, in dem ich schlief waren mindestens zehn Parteien, die das Schreien, mindestens aber das Klirren ebenfalls gehört haben. Aber im ganzen Haus blieb es still. Wahrscheinlich Schockstarre, weil keiner wusste, was passiert war und ob man sich in Gefahr befindet. Dann hörte man jemanden vor dem Gebäude langgehen.

Innerhalb der nächsten 5 Minuten wieder ein Klirren, diesmal deutlich leiser. Und wieder Stille.

Im Zimmer liegt Parkettboden, der jeden Schritt mit einem deutlichen Knarzen quittiert. Die Balkontüre ist geöffnet. Liegenbleiben und warten? Gehen und riskieren gehört zu werden? Innerhalb von geschätzt zehn Minuten nach dem ersten Klirren bin ich im Kopf alle Optionen und aus Filmen bekannte Schreckensszenarien durchgegangen und wieder einigermaßen klar im Kopf. Es ist noch immer ruhig.

Ich stehe auf, verlasse das Zimmer mit der geöffneten Balkontüre. Der Boden knarzt. Ich habe mittlerweile mein Handy eingeschaltet und bin in einem Zimmer ohne nach außen offenes Fenster. Ich wähle die Nummer der Polizei. Ich schildere, was geschehen ist. Ich merke, dass meine Stimme leicht zittert. Noch bevor ich das dritte Klirren erwähnt habe unterbricht mich der Polizist.

Bis jetzt hat sich noch niemand sonst gemeldet. Eine Streife ist in der Nähe.

Das Gespräch ist beendet, ich gehe wieder ins Bett. Minuten später hört man abermals draußen jemanden gehen. Wenig später sieht man den Schein einer Taschenlampe und hört abermals eine Person. Ich erinnere mich, wie leicht man hier am Gebäude die Fassade raufklettern und die Balkone erreichen kann (Mainachterfahrungen). Ich entscheide mich, nachzusehen. Ich gehe auf den Balkon; ausgerüstet mit einer Blumenvase für langstielige Schnittblumen, die ich als zur Selbstverteidigung geeignet erkoren habe, aber in Wahrheit nur zu meiner psychologischen Beruhigung mitnehme.

Es ist dämmrig. Man kann weit sehen und ausreichend deutlich. Und ich sehe: niemanden. Ich schaue sehr genau. Der Wind hatte in einer der vorhergegangenen Nächte Bäume gegen das Haus geworfen, die jetzt hinter dem Haus lagen. Sie sorgten einerseits dafür, dass man deutlich hören konnte, dass es eine einzelne Person war, die dort gegangen war (oder mehrere mit deutlichem zeitlichen Abstand), andererseits dafür, dass man sich gut hätte verstecken können.

Ich blieb eine Weile, das Umfeld prüfend, auf dem Balkon, fand aber nichts Ungewöhnliches. Ich ging wieder ins Bett. In der verbleibenden Nacht wurde jedes Geräusch zum Schlafräuber.

Um 9 Uhr am morgen hörte man etwas, nachdem die ganze Nacht nichts besonderes zu hören war, das sich anhörte als trete jemand in Scherben. Ich ging sofort auf den Balkon. Die folgenden zwei Handlungsstränge liefen gleichzeitig ab:

1.
Eine männliche Person Anfang bis Mitte 20 sprinntet hinterm Haus entlang, springt über die im Weg liegenden Bäume und verschwindet in Richtung Park.

2.
Eine weitere männliche, für mich nicht sichtbare, Person telefoniert lautstark:

Schnell, der hat die ganze Wohnung verwüstet. [Adresse]. Hier liegt [ist] überall [??]. Der läuft gerade Richtung Park.


Fazit:

Ein Einbrecher, der in der Nacht einbricht, die Wohnung verwüstet und wartet, bis ein Bewohner zurückkommt? Wohl kaum. Die Story hinterm Ereignis bleibt im Dunkeln.

Wer hat vorher “Hilfe” gerufen?

Scheinbar hat tatsächlich niemand außer mir die Polizei verständigt (bei mindestens 10 Parteien, die das hören konnten).

Zivilcourage scheint eine Utopie zu sein. Aber das wussten wir ja schon

Essen in Aachen IV

 Veröffentlicht durch um 12:16  Allgemeines
Jul 082010
 

Die RWTH Aachen ist seit einiger Zeit um ein Wahrzeichen reicher und Studenten um eine Aufenthaltsgelegenheit in unmittelbarer Uninähe. Das SuperC mit dem C-Café. Neulich war auch ich mit Kommilitonen dort zu Gast. Im Angebot des Cafes findet man u.a. auch Müsli von mymuesli. Das wollte ich schon immer mal probieren und habe deswegen (trotz recht hohem Preis) mal einen Becher bestellt.

Man wählt im C-Café aus einer relativ kleinen vorhandenen Auswahl eine Müslisorte aus, bekommt eine kleine Tüte frische Milch dazu einen großen und einen kleinen Löffel. Den großen Löffel musste ich leider sofort reklamieren, denn der war nicht sauber.

Die Mitarbeiterin sah den Löffel an, sah die Verschmutzung, ging zum Löffelvorrat des Cafes und … begann zu suchen! Sie nahm mindestens drei mal einen Löffel in die Hand, begutachtete ihn und legte ihn beiseite. Schließlich fand sie aber immerhin einen sauberen, den sie mir geben konnte.

Zeit für eine neue Spülmaschine im Wahrzeichen??

esgehtunsallean.eu

 Veröffentlicht durch um 12:25  Allgemeines
Jun 062010
 

Eine aufwendig gestaltete Seite, die zu besuchen es sich schon alleine wegen des tollen Filmclips lohnt. esgehtunsallean.eu. Es gibt dort auch ein paar Tipps, wie man selber zum Umweltschutz beitragen kann.

Seite der Europäischen Kommission für Umwelt zur Kampagne für biologische Vielfalt . Detailansicht

Gute Idee! Dann spare ich ja nicht nur das Geld für die Waschanlage, wäre ja auch egoistisch, sondern spare Trinkwasser und schone so die Umwelt!

Warum haben Waschanlagen und Waschplätze eigentlich Benzin- und Ölabscheider, Schlammabtrennung und Filteranlagen?